Als 1964 der 356 SC auf den Markt kam, hatte der ursprüngliche Vierzylinder-Sportwagen von Porsche einen hohen Reifegrad erreicht und war in fast 15 Jahren zu einer ausgereiften Maschine weiterentwickelt worden, die für ihre Ausgewogenheit, Langlebigkeit und ihr Fahrverhalten bewundert wurde. Der SC übernahm die endgültige T6-Karosserie mit eckiger Motorhaube, Tankklappe vorne rechts und Scheibenbremsen an allen vier Rädern und wurde von einem 95 PS starken Pushrod-Motor angetrieben – dem leistungsstärksten Motor, der in einem Serien-356 angeboten wurde.
Dieser 1965er Porsche 356 SC wurde im Oktober 1964 fertiggestellt, an das Autohaus Hahn in Stuttgart geliefert und dort an den lokalen Einwohner Karl Haisch verkauft. Er war in Signalrot (6407) lackiert und mit schwarzem Kunstleder bezogen. Zur Sonderausstattung gehörten Nebelscheinwerfer, zwei Lautsprecher, eine Druckluftfanfare und das begehrte Schiebedach aus Stahl, eine seltene Option, die ein Gefühl von Open-Air-Fahren vermittelte. Der beigefügte Porsche Kardex dokumentiert außerdem die ersten Wartungsarbeiten, die vom Autohaus Hahn durchgeführt wurden.
Nach seinem Export in die USA hatte der SC zwei kalifornische Besitzer, bevor er 1987 von Tommy Trabue erworben wurde. Trabue begann mit Steve Port eine Restaurierung, die anschließend vom renommierten Markenspezialisten Roy Sanders abgeschlossen wurde. Ausgestattet mit einem Ersatzmotor vom Typ 616/15 mit unnummeriertem Gehäuse, behält dieser 356 seine mit der Fahrgestellnummer versehene Fronthaube. Dieses 356 SC Schiebedach-Coupé aus der letzten Serie präsentiert sich insgesamt in einem guten Zustand und eignet sich weiterhin gut für den Gebrauch.