Für das Jahr 1967 stellte Porsche eine leistungsstärkere Variante seines ursprünglichen 911 mit kurzem Radstand vor und präsentierte den 911 S, wobei das „S“ für „Super“ stand. Der S war als sportlichste Variante des frühen 911 positioniert und verfügte über einen leistungsstärkeren 2,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Luftkühlung, der durch eine höhere Verdichtung, überarbeitete Nockenwellenprofile und größere Vergaser eine Leistung von 160 PS erzielte.
Die Verbesserungen am Fahrwerk und an den Bremsen waren ebenso bedeutend und umfassten belüftete Scheibenbremsen, Stabilisatoren vorne und hinten, KONI-Stoßdämpfer und leichte Fünf-Speichen-Leichtmetallräder von Fuchs. Zusammen sorgten diese Verbesserungen für eine deutlich gesteigerte Leistung. Zeitgenössische Tests ergaben eine Beschleunigung von 0 auf 60 mph in etwa 6,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von fast 140 mph, wodurch sich der 911 S fest unter den leistungsfähigsten Sportwagen seiner Zeit etablierte.
Laut Porsche-Echtheitszertifikat wurde dieser Porsche 911 S aus dem Jahr 1967 im März 1967 neu an das Autohaus Krauss in Nürnberg geliefert und war in Bahama Yellow (6605), einem warmen Gelb mit dezenten Butterscotch-Nuancen, mit schwarzer Kunstlederausstattung ausgestattet. Zur Werksausstattung gehörten eine Webasto-Benzinheizung, eine getönte Windschutzscheibe, eine Funkentstörung, Lautsprecher und eine Antenne. Die frühe Geschichte des Fahrzeugs ist nicht gut dokumentiert, aber dieser 911 S mit kurzem Radstand wurde um das Jahr 2000 von Tommy Trabue von dem in Los Angeles ansässigen Enthusiasten Jeffrey Aleixo erworben, der dieses Fahrzeug zusammen mit dem 1968er 911 S aus der Trabue-Sammlung seit 1994 besaß.
Nach dem Kauf durch Herrn Trabue wurde das Auto Roy Sanders zur Restaurierung anvertraut. Sanders, ein in South Carolina ansässiger Oldtimer-Rennfahrer und Porsche-Markenexperte, ist bekannt für seine hochwertigen Concours-Arbeiten sowie für den Bau von Oldtimer-Rennwagen. Das Auto wurde in seiner Werksfarbe neu lackiert und einer umfassenden Überholung unterzogen, die eine Erneuerung der Innenausstattung mit den richtigen Materialien sowie den Einbau begehrter Recaro-Sportsitze ohne Kopfstützen aus dem Jahr 1967 und eines Überrollbügels umfasste. Der Typ 901/02-Sechszylinder-Boxermotor mit matching numbers wurde überholt, eine Sportauspuffanlage wurde hinzugefügt und die Federung wurde entsprechend überarbeitet. Es wurden die originalen, nur ein Jahr lang produzierten 15" x 4,5" Schmiederäder beschafft und neu lackiert.
Dieser 911 S, der sich durchweg in einem sehr guten Zustand präsentiert, war ein beliebtes Fahrzeug in der Sammlung von Herrn Trabue, was die Qualität seiner mechanischen Vorbereitung und seiner Gesamtpräsentation widerspiegelt. Nur 2.306 Exemplare des 911 S wurden für das Modelljahr 1967 gebaut, davon 1.823 Coupés, eine Knappheit, die die Nachfrage seit langem übersteigt. Heute vermittelt dieses Exemplar noch immer den Eindruck eines frisch restaurierten, neueren Fahrzeugs und eignet sich hervorragend für weitere Fahrten auf der Straße oder zur Ausstellung auf Messen.
*Bitte beachten Sie, dass dieses Fahrzeug unter der Nummer 307857 registriert ist.