Der Porsche 911 wurde erstmals 1963 auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellt und trat die Nachfolge des legendären Modells 356 an. Das von Ferdinand „Butzi“ Porsche entworfene Design führte das heute zeitlose und aerodynamische Profil ein, zusammen mit einer 2+2-Sitzanordnung, fünf runden Anzeigen auf dem Armaturenbrett und einem hinten eingebauten 2,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 130 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.
Laut einer Kopie seines Kardex wurde dieser Porsche 911 aus dem Jahr 1967 am 14. September 1966 fertiggestellt und über Rittersbacher aus Kaiserslautern, einen Händler, der für den Verkauf von Autos an amerikanische Soldaten in Westdeutschland bekannt war, neu ausgeliefert. Der glückliche Besitzer war Captain Samuel C. Phillips, der beim 57. Sanitätsbataillon der US-Armee in Landstuhl stationiert war.
Dieses Modell mit kurzem Radstand in Polo Red (6602) und schwarzer Kunstlederausstattung war mit Nebelscheinwerfern, getönten Scheiben, Liegesitzen, KONI-Stoßdämpfern, einem Ersatzteilkit und einem Lederlenkrad ausgestattet. Aus dem Kardex geht außerdem hervor, dass Captain Phillips das Auto bis Mai 1967 zur Wartung zu Rittersbacher zurückbrachte.
Anschließend wurde das Fahrzeug in die USA exportiert und blieb dort in den Händen einer kleinen Anzahl von Besitzern in Kalifornien, bevor es um 2010 von Tommy Trabue erworben wurde. Heute präsentiert es sich dank einer früheren Restaurierung in einem sehr guten Zustand und verfügt weiterhin über einen Motor mit matching numbers. Dieses 911-Modell, das seit seiner Erstzulassung dokumentiert ist, ist ein äußerst attraktives frühes Exemplar des bahnbrechenden Sportwagens von Porsche.