Laut einer Kopie der Werks-Kardex wurde dieser Porsche 356 am 12. Juni 1961 fertiggestellt, lackiert in Heron Grey mit blauer Innenausstattung. Das Fahrzeug wurde neu an Hoffman Motors ausgeliefert und vom ersten dokumentierten Besitzer, dem in Philadelphia ansässigen Robert Barry, erworben. Obwohl es Hinweise darauf gibt, dass es sich hierbei um denselben Robert Barry handeln könnte – den in dieser Zeit aktiven Konzeptkünstler –, blieb das Fahrzeug, unabhängig von der Identität des Vorbesitzers, in den Vereinigten Staaten, bis es 1999 von einem langjährigen australischen Besitzer erworben wurde, der es restaurierte und bis 2023 in seinem Besitz behielt. Unter seinem früheren Besitzer wurde dieser 356 einer gründlichen Restaurierung unterzogen, einschließlich der Erhaltung des originalen Motors und Getriebes sowie der Wiederherstellung möglichst vieler Originalkomponenten.
Die in Australien von Markenfachleuten durchgeführte Restaurierung umfasst eine Außenlackierung in Silber, eine Innenausstattung mit schwarzem Kunstleder, originalgetreue Teppiche sowie ein schwarzes Stoffverdeck mit passender Abdeckplane. Auch die mechanischen Arbeiten wurden auf hohem Niveau ausgeführt, einschließlich des Motors, der unter der Aufsicht des ehemaligen Geschäftsführers von Porsche Cars in Australien, Alan Hamilton, komplett überholt wurde. Ein begehrter Big-Bore-Kit wurde eingebaut, wodurch der Hubraum auf 1.720 ccm erhöht wurde, was die Leistung erheblich verbessert. Das Transaxle-Getriebe mit matching numbers wurde vom Porsche-Spezialisten Charles Appel in Brisbane, Australien, überholt. Nach Abschluss der Restaurierung genoss der ehemalige Besitzer das Fahrzeug 24 Jahre lang, bis es 2023 an den aktuellen Besitzer verkauft wurde.
Als einer von 475 356 d’Ieteren Freres Roadsters dokumentiert, bietet diese hochwertige Restaurierung weiterhin eine Lackierung, die für lokale Porsche-Clubtouren oder die Teilnahme an Ausstellungen bereit ist. Die silberne Lackierung ist glatt, glänzend und mit Mikroflocken-Metallic-Effekt ausgewogen, ganz im Stil der Porsche-Lackierungen jener Zeit. Das Fahrzeug weist zudem ordentlich verarbeitete Türpfosten und Unterbodenverkleidungen sowie saubere Details rund um die oberflächenmontierten Komponenten auf. Die Verkleidungen befinden sich insgesamt in ausgezeichnetem Zustand, einschließlich der Außentürgriffe. Die Motorhaube trägt noch immer die ursprüngliche Prägung „24“, die auf die letzten beiden Ziffern der Fahrgestellnummer hinweist. Ausgestattet mit silberfarbenen, belüfteten Felgen und verchromten Radkappen wirkt das Fahrzeug besonders sportlich und bietet ein sportliches Fahrgefühl auf einem Satz Michelin 165 SR15-Reifen.
Die schwarze Kunstledersitzgruppe präsentiert sich sehr ansprechend mit edlen Oberflächen, die eine sorgfältige Restaurierung und kontinuierliche Pflege widerspiegeln. Die Sitze, die passenden Türverkleidungen und plissierten Türtaschen, der originalgetreue Teppichboden mit quadratischem Muster sowie das schwarze Stoffverdeck sind in Passform und Verarbeitung einheitlich gestaltet. Das Armaturenbrett ist besonders ansprechend, einschließlich der restaurierten Instrumentengruppe mit kontrastierenden Zifferblättern und markanter grüner Beschriftung. Ein schwarzes Lenkrad mit satinierten Aluminiumspeichen und einem glänzenden Porsche-Emblem in der Mitte rundet das durchdachte Interieur ab.
Die Motorüberholung mit matching numbers wurde von Porsche-Experten umfassend durchgeführt und der Motor verfügt nun über einen intern erhöhten Hubraum und eine höhere Leistung, was wesentlich zur Gesamtqualität des Fahrerlebnisses beiträgt. Das Fahrwerk zeugt von guter Pflege, mit soliden Bodenblechen und Batteriekasten sowie ordnungsgemäß restaurierten Komponenten, einschließlich des Getriebes mit matching numbers.
Passend zu den exzellenten Oberflächen ist dieser 356 Roadster ein Fahrvergnügen, das sich durch ein ruhiges Fahrverhalten und eine progressive Beschleunigung über alle Gänge bis hin zu Autobahngeschwindigkeiten auszeichnet. Die zusätzliche Leistung, die in der Big-Bore-Konfiguration steckt, sorgt für eine herrliche Durchzugskraft im zweiten und dritten Gang, wo man mit dem Handschalter das sportliche Fahren in vollen Zügen genießen kann. Das Fahrverhalten entspricht dem typischer Fahrzeuge dieser Ära, und der Charakter, der den 356 so liebenswert macht, ist hier in Hülle und Fülle vorhanden. Das Beste daran ist, dass die Roadster-Konfiguration das ultimative 356-Erlebnis bietet – warme Sommerbrisen, ein eifrig schnurrender Motor und ein Lächeln auf den Gesichtern von Fahrer und Beifahrer, das die charakteristische „Smile Line“ nachahmt, die die Frontansicht der Motorhaubenlinie der früheren 356-Serie prägt.
Unverwechselbar, selten in der Produktion als einer von nur 475 d’Ieteren Frères Roadsters, eine durchdachte Leistungssteigerung und eine wunderschöne Restaurierung vereinen sich zu einem der schönsten 356 Roadster, die heute auf dem Markt erhältlich sind.
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