Cabriolets wurden bereits seit Beginn der Produktion des 356 hergestellt, aber der erste offene Porsche, der einen bedeutenden Eindruck hinterließ, war der speedster, der 1954 nach der erfolgreichen Aufnahme einer Serie von 15 Spezialroadstern in den USA eingeführt wurde. Der speedster mit Reutter-Karosserie wurde 1958 eingestellt und durch das zivilisiertere Cabriolet D ersetzt, das sich vor allem durch seine größere Windschutzscheibe und die aufrollbaren Seitenfenster unterschied. Porsche vergab die Karosseriebauaufträge für die Softtops an verschiedene Karosseriebauer, in den Anfangsjahren vor allem an Glaser und Reutter, während die Produktion des Convertible D (jetzt in „Roadster” umbenannt) von Drauz in Heilbronn und später von d’Ieteren in Brüssel übernommen wurde. Reutter war vor allem für das Coupé und das Cabriolet verantwortlich.
Als der 356B im September 1959 auf den Markt kam, hatte das Auto eine einteilige, abgerundete Windschutzscheibe und Räder mit einem Durchmesser von 15 Zoll erhalten, und die Einführung des Neulings brachte weitere Designänderungen mit sich. Der Motor, der nun standardmäßig 1.600 ccm Hubraum hatte, war in drei verschiedenen Leistungsstufen erhältlich, wobei der leistungsstärkste – abgesehen vom Vierventil-Carrera – der 90 PS starke Motor des Super 90 war. Der 356B stellt gegenüber den früheren 356-Modellen einen bedeutenden Fortschritt in Bezug auf Fahrbarkeit und Komfort dar und ist eine angenehm schnelle Möglichkeit, die traditionellen Porsche-Werte Qualität, Zuverlässigkeit und mechanische Robustheit zu genießen.
Laut dem beiliegenden Porsche-Echtheitszertifikat (ausgestellt von Porsche Spanien) wurde dieses wunderschön präsentierte 356B Cabriolet im Oktober 1961 an den historischen Porsche-Händler Max Moritz in Reutlingen (den ersten Porsche-Händler weltweit) ausgeliefert. Die ursprüngliche Farbkombination war Champagner mit einer grünen Lederausstattung. Weitere aufgeführte Optionen sind zusätzliche Hinterradfedern, eine Teleskopantenne, zwei Lautsprecher und ein automatisch abblendender Rückspiegel.
Seit 2009 ist dieses Fahrzeug Teil einer Privatsammlung in Spanien und präsentiert sich in einem sehr guten Zustand. Während der Restaurierung wurden die Farben des Fahrzeugs in das zeitgenössische und ebenso schöne Silbermetallic mit roter Lederausstattung und schwarzem Verdeck geändert. Zu den Begleitpapieren gehören Kopien der spanischen Zulassungspapiere, die aktuellen deutschen Zulassungspapiere, das oben genannte Porsche-Echtheitszertifikat und ein Gutachten, das den insgesamt sehr guten Zustand des Fahrzeugs bestätigt.