Für das Jahr 1972 stellte Porsche einen grundlegend überarbeiteten Porsche 911 vor, der allgemein als E-Serie bekannt ist. Zu den wichtigsten Neuerungen gehörten ein vergrößerter 2,4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor und das neue Fünfgang-Transaxle-Getriebe vom Typ 915 mit konventionellem H-Schaltmuster. Um die Gewichtsverteilung zu verbessern, wurde der Öltank bei allen Modellen vor das Hinterrad verlegt, was zu der charakteristischen, nur ein Jahr lang verwendeten externen Öleinfüllöffnung (Ölklappe) führte. Das Spitzenmodell 911 S wurde mit einem Frontspoiler ausgestattet und leistete mit mechanischer Kraftstoffeinspritzung von Bosch 190 PS.
Laut Porsche-Technikzertifikat wurde dieser 2.4 S im September 1971 fertiggestellt, lackiert in Silbermetallic mit schwarzer Kunstlederausstattung, US-Ausstattung, getönten Scheiben, Zierleisten, einem Blaupunkt Frankfurt-Radio und einer Klimaanlage als Sonderausstattung. Dieser 911 S, einer von 1.750 S-Coupés, die 1972 gebaut wurden, behielt seinen Motor mit matching numbers und wurde Berichten zufolge vom bekannten Restaurator Bob Diers aus Omaha, Nebraska, über den angesehenen Sammler und Oldtimer-Rennfahrer Jerry Peters erworben. Anschließend wurde er zerlegt und mit einer Neulackierung in seiner ursprünglichen Farbe auf blankes Metall gebracht, während die Mechanik, die Bremsen, die Federung und die Innenausstattung nach Bedarf restauriert oder erneuert wurden. Zusätzlich wurden begehrte Recaro-Sportsitze beschafft und eingebaut.
Dieser sorgfältig vorbereitete 911 S, der heute mit seinen Unterlagen, einem Teil des Werkzeugsatzes und einem Ersatzrad angeboten wird, von einem Markenexperten restauriert wurde und seit seiner Fertigstellung nur minimal genutzt wurde, stellt eine attraktive Gelegenheit für den anspruchsvollen Sammler dar.