Bildnachweis: Alexis Ruben für Eleven Cars.
Porsche beweist einmal mehr, dass die Marke nach wie vor in der Lage ist, wirklich außergewöhnliche Modelle zu präsentieren. Zum 60-jährigen Jubiläum des 911 erwarteten wir ein Jahr voller Überraschungen und Neuvorstellungen – und viele von uns hofften so sehr darauf, dass wir erhört wurden. Nach den jüngsten Highlights wie dem 992 Sport Classic, dem 992 GT3 RS und dem Dakar hat Porsche mit dem 911 (992) S/T erneut die Leidenschaft für diesen Wagen entfacht. Dieses Modell ist eine Hommage an den legendären 911 ST aus den 1970er Jahren.
Bereits 1969 entwickelte Porsche einen 911, der für Rennen auf der ganzen Welt konzipiert war: Rallyes, die Targa Florio, die französische GT-Meisterschaft, die 1000 km von Nürburgring und vieles mehr. Er verfügte über breitere Kotflügel, um Platz für breitere Räder zu schaffen, und basierte auf der Karosserie des 911 T. Die T-Karosserien wurden gewählt, weil sie von Natur aus leichter waren und eine weitere Gewichtsreduzierung erhielten, darunter dünnerer Stahl für das Dach und die Heckbank. Der Innenraum wurde von unnötigen Elementen befreit und mit leichten Schalensitzen und einem Drehzahlmesser mit einer Skala bis 10.000 U/min ausgestattet. Diese Fahrzeuge wurden aus 911 T-Karosserien in Kombination mit 911 S-Motorengrundlagen zusammengebaut. Die aus dem 911 R-Programm gewonnenen Erkenntnisse trugen wesentlich zum 911 ST bei und führten zu einer erheblichen Gewichtsersparnis: keine Bleifüllungen an den Karosseriefugen, Aluminiumtüren, Glasfaserhauben und -stoßstangen sowie dünneres Glas für die Windschutzscheibe. Porsche hat diese Philosophie wieder aufgegriffen, um den neuen 911 S/T der Generation 992 zu entwickeln.
Um die Essenz des ursprünglichen 911 ST zu bewahren, wählte Porsche den Motor aus seinem neuesten Hochleistungssportwagen. Der neue 911 S/T wird von dem bekannten Saugmotor mit sechs Zylindern in Boxeranordnung angetrieben, den Sie bereits kennen – dem 4,0-Liter-Motor aus dem GT3 RS. Er leistet 525 PS bei 8.500 U/min, wobei die maximale Drehzahlgrenze bei magischen 9.000 U/min liegt. Bemerkenswert ist, dass der Drehzahlmesser bis 10.000 U/min skaliert ist, eine Hommage an den ursprünglichen 911 ST. Während der GT3 RS nur mit PDK erhältlich ist, wird der 911 S/T ausschließlich mit einem 6-Gang-Handschalter mit kurzer Übersetzung und einer Leichtbaukupplung angeboten.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 3,7 Sekunden, verglichen mit 3,2 Sekunden beim GT3 RS – allerdings gibt es hier kein PDK und keine Launch Control. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 300 km/h begrenzt. Der Fokus liegt eindeutig auf Leichtigkeit und Agilität, um dem Geist des ursprünglichen 911 ST treu zu bleiben.