Fahrgestellnummer WP0CA2A12FS800048
918 Spyder Nr. 048
In die Fußstapfen des berühmten Carrera GT tretend, wurde die vielbeachtete Designstudie des Porsche 918 erstmals auf dem Genfer Autosalon 2010 vorgestellt, wobei das äußerst exklusive Modell 2013 in Produktion ging. In direkter Konkurrenz zu Ferrari und McLaren entwickelten diese drei Titanen des Supersportwagenmarktes ihre neueste Generation von Hybrid-Elektro-Hypercars, die perfekt auf das 21. Jahrhundert zugeschnitten sind. Alle drei wurden im selben Kalenderjahr 2013 vorgestellt und haben nicht nur die Grenzen der Leistung erweitert, sondern dies auch so effizient und nachhaltig wie möglich getan. Jeder von ihnen bot eine einzigartige Perspektive auf die optimale Lösung für die Gewinnung und Nutzung von Hybridenergie, und der 918 Spyder, der LaFerrari und der P1 trugen alle dazu bei, den Rahmen für hybrid-elektrische Hochleistungsfahrzeuge zu schaffen, deren Varianten in ihren neuesten Kreationen angeboten werden.
Auch wenn die Leistungsdaten des 918 Spyder mittlerweile bekannt sind, versetzen sie nach wie vor in Staunen. Ein mittig angeordneter 4,6-Liter-V8-Motor mit Trockensumpfschmierung, kombiniert mit zwei Elektromotoren, von denen jeweils einer die Vorder- und Hinterräder antreibt, erzeugt eine Gesamtleistung von 887 PS bei 8.500 U/min und ein Drehmoment von 944 lb-ft im siebten Gang. Diese Kraft wird über ein blitzschnelles PDK-Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen.
Im E-Power-Modus, der im Neuzustand eine rein elektrische Reichweite von 12 Meilen ermöglichte, erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 93 mph und beschleunigte flink in sieben Sekunden von null auf 60 mph, während die volle „Hot Lap“-Einstellung die maximale Leistung beider Elektromotoren und des V8 nutzte und 60 mph in weniger als drei Sekunden erreichte. Neben einer Höchstgeschwindigkeit von 211 mph würde der 918 auch branchenführende Gesamtwerte bei Kraftstoffverbrauch und Emissionen aufweisen, mit einer beeindruckenden Reichweite von 420 Meilen im Hybridmodus. Natürlich brachte Porsche den 918 Spyder auf die Nürburgring-Nordschleife und stellte dort schnell einen neuen Rundenrekord von 6 Minuten und 57 Sekunden auf. Weniger bekannt sind die Tausenden von Stunden, die weltweit für die Erprobung der 24 918 Spyder-Testfahrzeuge und Prototypen aufgewendet wurden, wobei die Montage des 918 120 Stunden in Anspruch nahm, während ein typischer 911er jener Zeit etwa zwei Tage benötigte.
Lackiert in Paint to Sample (PTS) Riviera Blue, einem nichtmetallischen Farbton, den Porsche als „lebendigen Hellblauton, inspiriert vom strahlend blauen Wasser der italienischen und französischen Riviera“ beschreibt, passt die erfrischende Farbe perfekt zu den abnehmbaren Carbon-Dachpaneelen des Spyders, die zum Fahren unter freiem Himmel einladen. Interessanterweise entschieden sich in der 918-Ära nur wenige für diese 21.000-Dollar-Option, obwohl sie heute sehr gefragt ist. Eine eingehendere Recherche zu diesem Modell zeigt, dass nur vier nordamerikanische 918 Spyder über den seltenen Riviera-Farbton aus den 1990er Jahren verfügen. Noch weniger – nur drei – waren wie dieses Exemplar mit dem optionalen, gewichtssparenden 84.000-Dollar-Weissach-Paket ausgestattet, das durch den Einsatz von Titanschrauben, leichteren Bremsen und aerodynamischen Verbesserungen aus Carbon 90 Pfund einsparte und das Gesamtgewicht auf 3.616 Pfund reduzierte. Darüber hinaus ist dies das einzige Exemplar in PTS Riviera Blue, das mit einer schwarzen Innenausstattung mit silbernen Ziernähten gewählt wurde.
Porsche hat stets dafür gesorgt, dass hohe Leistung und Luxus Hand in Hand gehen, und der 918 Spyder bildet da keine Ausnahme. Der gut ausgestattete Innenraum verfügt über schwarze Lederpolsterung mit optionalen Carbon-Fußmatten mit silbernen Ziernähten, Sicherheitsgurte mit silbernen Akzentstreifen, ein Burmester High-End-Surround-Sound-Audiosystem, eine automatische Klimaanlage und ein HomeLink-System. Darüber hinaus erhielt er im Rahmen des Porsche Exclusive Manufaktur-Programms seine Außenlackierung sowie eine begehrte individuelle Ausstattung (CXX) im Wert von 7.200 US-Dollar.
Dieser PTS 918 Spyder mit Weissach-Paket wird zum Zeitpunkt der Katalogisierung mit nur 1.267 Meilen angeboten und befindet sich in einem ausgezeichneten optischen Zustand, wobei die bisherigen Wartungsarbeiten bei Porsche Downtown LA durchgeführt wurden. Zuletzt führte Porsche Woodland Hills im Februar 2026 bei einer Laufleistung von 1.266 Meilen einen 43.000 US-Dollar teuren Großservice mit einer neuen hinteren Hauptdichtung durch, der neben den empfohlenen Motor- und Mechanikarbeiten auch neue Michelin-Reifen umfasste. Er verfügt über seine Handschalter, eine Innenabdeckung und ein Ladegerät sowie einen sauberen CARFAX-Fahrzeugbericht.
Als eines der ursprünglichen „Heiligen Dreigespann“-Hyperautos lieferte der äußerst sammelwürdige 918 Spyder wohl das ausgereifteste und vielseitigste Modell des ultra-exklusiven Trios. Es ist eine technische Meisterleistung – insbesondere in der Weissach-Paket-Ausstattung, die ebenso gut für rein elektrische Stadtfahrten mit 30 mph geeignet ist wie für Hot-Lap-Leistungen von 200 Meilen pro Stunde auf der Rennstrecke. Außerdem stand es für überragende Ergonomie, bemerkenswerte Alltagstauglichkeit und die von Porsche erwartete Verarbeitungsqualität. Aus diesen und unzähligen weiteren Gründen, darunter die seltene Lackierung in „Paint to Sample Riviera Blue“ und die CXX-Maßanfertigung, sollte kein ernstzunehmender Porsche- oder Hypercar-Bestand darauf verzichten, insbesondere wenn ein gut gepflegtes und wenig gefahrenes Exemplar wie dieses auf den Markt kommt.
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