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Fünf Tipps für die erste Porsche-Ausfahrt der Saison

05.03.2026 Von Richard Lindhorst
Fünf Tipps für die erste Porsche-Ausfahrt der Saison

Die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen Winter haben immer etwas Magisches. Wenn die Kraft der Sonne wärmt, ist die Kälte des Winters schnell wieder vergessen. Für uns Porsche-Enthusiasten gehen die ersten sonnigen Tage des Jahres meist unweigerlich mit dem Gedanken an den Start der Saison einher. Spätestens wenn das letzte Streusalz von den Straßen gewaschen ist, scharren wir mit den Hufen, um die erste Tour im geliebten Porsche zu machen. Damit dabei nichts schief geht, geben wir euch eine kleine Gedankenstütze für einen unbeschwerten Start in die Porsche-Saison!

Der wichtigste Tipp zur Vorbereitung auf die erste Porsche-Ausfahrt nach dem Winter? Batterie-Zustand prüfen!

Manchmal kommt die Winterpause unerwartet früh, oder das Leben stand im Herbst und Winter im Weg. Gern wird dann vergessen, die Batterie abzuklemmen oder ans Erhaltungsladegerät zu hängen. Kurz vor Saisonstart bricht dann mit der Realisation oft die Panik aus. Oder noch schlimmer: Beim ersten Umdrehen des Zündschlüssels passiert… nichts! Deshalb empfehlen wir, unbedingt vor der ersten Ausfahrt den Zustand der Batterie zu überprüfen, um am Samstag- oder Sonntagmorgen nicht auf Starthilfe angewiesen zu sein, oder den Trip gar sauen lassen zu müssen.

Vor der ersten Ausfahrt nach dem Winter sollte man besonders bei Oldtimern ein paar Dinge überprüfen. © David Fierlinger, Elferspot

Woran merke ich, dass die Batterie in meinem Porsche leer ist?

Je nach Baureihe gibt es verschiedene Anzeichen. In den meisten 911 ist eine Ladestandsanzeige verbaut. Liegt der Wert unter 12 Volt, wird es eng. Bewegt sich die Nadel gar nicht, ist die Batterie leer und im schlimmsten Fall beschädigt. Funktioniert die Innenraumbeleuchtung nicht mehr? Dreht der Anlasser nur langsam und das Auto startet nicht? Sichere Anzeichen dafür, dass eure Batterie nicht genügend geladen ist.

Was tun, wenn die Batterie nicht mehr ausreichend geladen ist?

Zuerst sollte man Ruhe bewahren. Anschließend hilft es, ein Batterieladegerät anzuschließen. Viele moderne Geräte zeigen dabei die Spannung und den Ladegrad bzw. Batteriezustand an. Wer Zugriff auf ein anderes Auto hat, kann eventuell auch Starthilfe geben. Wichtig dabei ist jedoch, auf die jeweiligen Vorgaben aus dem Handbuch zu achten, um keinen Schaden zu riskieren.

Tipp Nummer 2 zur Saisonvorbereitung: Reifenalter, -profil und Luftdruck überprüfen

Die vier Reifen sind in einem Auto der einzige Kontakt zur Straße. Dementsprechend sollten sie auch in Top-Zustand sein. Wie wir es in der Führerscheinvorbereitung gelernt haben, sollte man ohnehin vor Fahrtantritt das Profil und den Luftdruck überprüfen. In der Realität wird das, besonders in der Euphorie vor der ersten Ausfahrt aber schnell vergessen. Wer allerdings mit dem richtigen Luftdruck losfährt, erhöht die Fahrsicherheit und schützt sich und andere vor unliebsamen Überraschungen.

Reifen sollten immer ausreichend Profil und den richtigen Luftdruck haben. Außerdem auf das Alter achten! Ist das Produktionsdatum länger als acht Jahre her, solltet ihr neue Reifen aufziehen. © David Fierlinger, Elferspot

Vor allem bei wenig gefahrenen Autos kommt es außerdem immer wieder vor, dass man das Alter seiner Reifen unterschätzt. Manch einer fragt sich an dieser Stelle, welche Rolle das überhaupt spielt. Dem sei gesagt, dass Reifen im Laufe ihrer Lebenszeit gewisse Eigenschaften verlieren. Ihre Weichmacher verlieren ihre Funktion, Reifen härten aus. Starke UV-Einstrahlung beschleunigt außerdem die Reifenalterung. Nach einigen Jahren kann das schwarze Gold deshalb porös werden, was besonders bei hohen Geschwindigkeiten ein hohes Risiko darstellen kann.

Besonders bei wenig gefahrenen Autos gerät das Reifenalter gern in Vergessenheit. Winterreifen sollten nicht älter als sechs, Sommerreifen nicht älter als acht Jahre alt sein.

Experten raten deshalb, Sommerreifen höchstens bis zu einem Alter von acht Jahren zu fahren, Winterreifen sogar nur bis sie sechs Jahre alt sind. Wer beim Reifenkauf nicht genau aufpasst, kann hier eine böse Überraschung erleben. Denn laut Gesetz gelten Reifen auch dann als neu, wenn ihr Produktionsdatum bis zu zwei Jahre zurückliegt. Daher ist unsere Empfehlung, zu Saisonbeginn die DOT-Nummer auf den Reifenflanken zu überprüfen. Diese vierstellige Zahl gibt bei den ersten zwei Ziffern die Produktionswoche und den letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr an. DOT 45/25 hieße zum Beispiel, dass der Reifen in Kalenderwoche 45 im Jahr 2025 produziert wurde.

Unser dritter Tipp zur Vorbereitung: Den Ölstand kontrollieren

Als drittes raten wir dazu, den Ölstand des Fahrzeugs vor Abfahrt zu kontrollieren. Gerade bei luftgekühlten Elfern ist ein wenig Ölverlust nicht selten. Nach einem halben Jahr Standzeit sammeln sich gern einige Milliliter unter dem Auto. Außerdem wird nach der letzten Tour ebenfalls selten der Ölstand vor dem Abstellen überprüft. Deshalb lieber auf Nummer sicher gehen, ob noch genug Schmierstoff im Fahrzeug vorhanden ist und gegebenenfalls etwas auffüllen. Der Motor wird es dir danken.

Vor der Abfahrt Heckklappe auf und Ölstand prüfen! © David Fierlinger, Elferspot

Für die erste Tour des Jahres nicht gleich hunderte Kilometer planen

Ein Sportler braucht nach einer mehrmonatigen Pause immer ein wenig Zeit, um wieder seine alten Leistungswerte zu erreichen. Beim ersten Lauf nach einem langen Winter ist die Pace nicht dieselbe, der Muskelkater vielleicht etwas mehr. Diese Analogie lässt sich in gewisser Weise auch auf alte Autos übertragen. Gar nicht mal in Bezug auf die Fahrleistungen, sondern auf Materialermüdung. Monatelange Standzeiten können dafür sorgen, dass hier mal eine Dichtung oder ein O-Ring undicht wird. Auch Korrosion kann nach einem langen Winter ein Thema sein.

Deshalb sollte die erste Tour des Jahres vielleicht bewusst kürzer gehalten werden, um alle Systeme zu checken. Hält der Motor seinen Öldruck? Gibt es irgendwo Flüssigkeitsverlust? Um im schlimmsten Fall nicht hunderte Kilometer von zu Hause wegen einer technischen Panne zu stranden, sollte man die erste Tour etwas kürzen und vielleicht eher eine kleine Rundfahrt planen. Formel-1-Teams machen schließlich bei den ersten Testfahrten auch einen Rollout, ehe es an die Rennsimulationen geht.

Der vielleicht wichtigste Tipp zum Start der Saison: Es langsam angehen lassen!

Nicht nur das Auto, sondern auch die Fahrerin oder der Fahrer können nach einem langen Winter gewissermaßen etwas eingerostet sein. Die Routine beim Gangwechsel ist noch nicht wieder da. Manchmal passt auch die Linienwahl am Pass noch nicht wieder hundertprozentig. Deshalb solltet ihr bei der ersten Ausfahrt des Jahres nicht direkt versuchen, schnellstmöglich um die Kurven zu wetzen.

Gewöhnt euch wieder an das Auto, bleibt entspannt und fahrt lieber auf Nummer sicher. Denn nichts wäre ärgerlicher, als durch einen blöden Fehler sich und andere zu gefährden und damit auch eine schöne Saison voller toller Erlebnisse zu riskieren. Und jetzt, wo ihr so gut vorbereitet seid, kann doch fast nichts mehr schief gehen!

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