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Fünf gute Gründe, einen Porsche 997.2 GT3 zu kaufen

07.01.2026 Von Richard Lindhorst
Fünf gute Gründe, einen Porsche 997.2 GT3 zu kaufen

Manchmal sind es nicht die großen Fehler, die einen später ärgern – sondern das zu lange Zögern. Der 2009 bis 2011 gebaute Porsche 997.2 GT3 ist genau so ein Kandidat. In vielerlei Hinsicht gilt er als letzter GT3 der alten Lehre, als letzter einer Ära. Für alle, die noch nicht restlos überzeugt sind, haben wir fünf Gründe zusammengetragen, die für den Kauf eines Porsche 997.2 GT3 sprechen. 

1. Der Porsche 997.2 GT3 ist der letzte schmale 911 GT3

Seit Einführung des Porsche 911 der aktuellen Generation 992 gibt es sie nicht mehr, die Unterteilung in schmale und breite Karosserie. Beim Porsche 997 war das noch anders. 911 Carrera, Carrera S und GT3 waren 1.808 Millimeter breit. Die übrigen 997.2 Modelle, einschließlich Carrera (4) GTS und GT3 RS erhielten die 1.852 Millimeter breite Karosse. 

Der Porsche 997.2 GT3 ist der letzte 911 GT3 der in der jeweils schmaleren Karosserievariante gebaut wurde. © GT1 Motors

Somit ist der Porsche 997.2 GT3 der letzte 911 GT3, der auf der schmaleren Karosserievariante basiert. Denn ab der Baureihe 991 wuchs auch der reguläre 911 GT3 in die Breite, nicht nur der RS, wie noch beim 997. Der 991 ist insgesamt 44 Millimeter breiter und nochmal 85 Millimeter länger als der 997.2 GT3. Den Unterschied merkt man besonders auf engen Landstraßen. Dort vermittelt der 997 das Gefühl eines wirklich kompakten Sportwagens.

2. Er ist der letzte 911 GT3 mit Mezger-Motor

Hans Mezger gilt als Porsches Motorenpapst. Sein Konzept des Sechszylinder-Boxermotors mit zweiteiligem Kurbelgehäuse bestimmte seit den 1960er Jahren Porsches Motorenentwicklung. Im Porsche 997.2 GT3 und seinen Derivaten GT3 RS und GT3 RS 4.0 kam letztmals einer dieser sogenannten Mezger-Motoren zum Einsatz. 

Die 3,8 Liter Variante des Porsche 997.2 GT3 leistet 435 PS bei 7.600 U/min und 430 Nm Drehmoment bei 6.250 U/min. Maximal sind bis zu 8.500 Touren möglich. Seine Besonderheit ist dabei vor allem das Klangbild. Im Leerlauf sind diese Motoren für einen rauen, leicht klackernden Lauf bekannt. Bis etwa 4.000 U/min bleibt es noch relativ zivil, bevor der etwas heisere Klang in ein hochfrequentes Schreien übergeht, das einfach süchtig macht.

Die Kombination aus 3,8 Liter großem Mezger-Motor mit 6-Gang-Schaltgetriebe macht den Porsche 997.2 GT3 heute besonders begehrt. © Porsche AG & GT1 Motors

Wer einen Mezger-Motor nah des Drehzahlbegrenzers bewegt, fühlt sich unweigerlich an ein Cup-Auto erinnert. Für so manchen Puristen zählt sein Klang zum Besten, was der Automobilbau je hervorgebracht hat. Verglichen mit den mechanisch etwas sauberer klingenden Nachfolgern hat der 997.2 GT3 etwas Urwüchsiges, das ihm heute zurecht einen gewissen Kultstatus einbringt.

3. Die geringen Stückzahlen – Der Porsche 997.2 GT3 ist nach dem 996.1 GT3 der seltenste 911 GT3

Auch das Thema Stückzahlen macht den Porsche 997.2 GT3 besonders. Denn sein Nachfolger der Generation 991 ist im direkten Vergleich nahezu ein Massenprodukt. Allein vom 991.1 und 991.2 GT3 wurden insgesamt mehr als 15.000 Stück gebaut. Vom Porsche 997.2 GT3 entstanden insgesamt nur 2.256 Stück. Damit ist er nach dem 996.1 GT3 mit 1.868 produzierten Fahrzeugen der seltenste „normale“ 911 GT3.

Wie viel schmaler ist der Porsche 997.2 GT3 als der 997.2 GT3 RS und der 991.1 GT3?

Mit 1.808 Millimetern ist der Porsche 997.2 GT3 insgesamt 44 Millimeter schmaler als der 997.2 GT3 RS und der 991.1 GT3. Beide sind 1.852 Millimeter breit – jeweils ohne Spiegel gemessen.

Warum sind Porsche mit Mezger-Motor so begehrt?

Porsches, deren Motoren auf der Grundkonstruktion Hans Mezgers basieren, gelten als besonders robust und leistungsstark. Sie überzeugen durch einen charakteristischen Klang, technische Ausgereiftheit und sind dank ihrer Trockensumpfschmierung auch für Rennstreckeneinsätze geeignet.

Wie viele Porsche 997.2 GT3 wurden produziert?

Insgesamt wurden 2.256 Porsche 997.2 GT3 produziert. Das macht ihn, nach dem 996.1 GT3, zum zweitseltensten, regulären Porsche 911 GT3-Modell.

Wie viele Porsche 911 GT3 wurden insgesamt gebaut?

Porsche 996.1 GT3: 1.868
Porsche 996.2 GT3: 2.313
Porsche 997.1 GT3: 2.378
Porsche 997.2 GT3: 2.256
Porsche 991.1 GT3: ~6.300
Porsche 991.2 GT3: ~9.500
Für Porsche 992 GT3-Modelle liegen noch keine gesicherten Zahlen vor.

4. Der erste 911 GT3 mit Zentralverschluss-Rädern

Was im Motorsport bereits relativ üblich war, hielt gerade erst bei Supersportwagen wie dem Porsche Carrera GT Einzug – Felgen mit Zentralverschluss. Sie dienen in erster Linie dazu, den Radwechsel zu beschleunigen, da nur eine Radmutter gelöst und wieder befestigt werden muss. In der Formel 1 sieht man den Effekt dieser Technik am eindrucksvollsten. Hier sind Reifenwechsel in zwei Sekunden und teilweise sogar darunter an der Tagesordnung.

Die Zentralverschluss-Felgen wurden ab dem Porsche 997.2 GT3 zu einem Markenzeichen des 911 GT3. © Porsche Centre Vaughan

Der Porsche 997.2 GT3 transportierte diese Motorsport-Technik auch in die Welt des Elfers. Jeder GT3 der facegelifteten 997-Baureihe verfügte über 19 Zoll große Zentralverschlussräder. Er setzte damit einen Trend für alle künftigen GT3-Modelle, der bereits auf den ersten Blick klar macht, dass der GT3 es ernst meint. Mittlerweile ist diese Motorsport-Anleihe eng mit den sportlichsten Porsche-911-Modellen verbunden und gehört auch beim Carrera (4) GTS längst zum guten Ton.

5. Seine sportlichen Qualitäten

Selbst gut 15 Jahre später ist der Porsche 997.2 GT3 noch ein respektabler Sportwagen. Dank seines geringen Gewichts von 1.395 Kilogramm reichen seine 435 PS Spitzenleistung für einen Sprint von null auf hundert km/h in 4,1 Sekunden, ehe der Vortrieb bei 312 km/h endet. Auch seine Nordschleifen-Zeit von 7:40 Minuten aus dem Jahr 2010 ist beeindruckend. Mit modernen Reifen und geringen Modifikationen sind sogar Zeiten von unter 7:30 Minuten möglich.

Zum Vergleich: Der Porsche 991.1 GT3 war mit 40 PS mehr und Porsche-Doppelkupplungsgetriebe mit 7:32 keine Welten entfernt vom Vorgänger. Gleichzeitig bietet der ältere GT3 mit Mezger-Motor die klassischere Akustik und dank des 6-Gang-Schaltgetriebes gewiss nicht weniger Emotion. Außerdem ist er der letzte 911 GT3 mit hydraulischer Servolenkung ohne elektrische Unterstützung. So erscheint es wenig verwunderlich, dass selbst 2025 noch so viele Porsche 997.2 GT3 regelmäßig auf den Touristenfahrten am Nürburgring ihre Runden drehten.

Die Preise bewegen sich klar in eine Richtung – Wer einen Porsche 997.2 GT3 möchte, sollte sich beeilen

(Fast) jeder seltene Porsche kostet irgendwann mehr, als sein eigentlicher Neupreis – so war es zumindest in der Vergangenheit. So war es auch beim 997.2 GT3. Sein Basispreis von knapp unter 100.000 Euro wurde bereits 2020 in den meisten Fällen wieder erreicht. Seitdem legte er allerdings einen gewaltigen Preisanstieg hin. Anfang des Jahrzehnts lagen die Durchschnittspreise noch knapp über 105.000 Euro. 2025 wurden Porsche 997.2 GT3 durchschnittlich für knapp 150.000 Euro angeboten.

Selbst höhere Laufleistungen entwerten das insgesamt vierte GT3-Modell nicht. Viel gefahrene Exemplare mit teils deutlich sechsstelligen Kilometerständen kosten ebenfalls über 100.000 Euro – sofern der Zustand passt. Das hat auch mit der technischen Robustheit dieser Fahrzeuge zu tun. Auch heute kann man darin problemlos zum Trackday fahren, unglaubliche Rundenzeiten in den Asphalt brennen und im Anschluss darin wieder nach Hause fahren.

Wer den Traum hat, einmal einen Porsche 997.2 GT3 sein Eigen zu nennen, sollte nicht zu lange warten. Die Preise steigen rasant – und das zurecht! Denn der 997.2 GT3 bietet ein perfekt nutzbares Paket für Sportfahrer, das sich in seiner Performance vor modernen Autos nicht verstecken muss und vermutlich ohne Wertverlust genießen lässt.

Richard Lindhorst, Elferspot

© Titelbild: David Fierlinger, Elferspot

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