Der heutige GT3 ist ein Auto, das sich deutlich von seinem Vorgängermodell unterscheidet. Aber was ist mit denen, denen das nicht reicht? Was macht man, wenn ein GT3 nicht schnell genug ist? Das war wahrscheinlich eine der Fragen, die Anfang der 2000er Jahre bei einem Treffen mit der Porsche-Geschäftsführung gestellt wurden. Die Person, die antwortete, man solle das Turbo-Modell genauso behandeln und auch die vorderen Antriebsachsen entfernen, war wahrscheinlich nicht ganz bei Verstand, aber wir haben ihr den GT2 zu verdanken. Sowohl der 996 als auch der 997 erhielten eine GT2-Variante, der 997 sogar eine RS-Variante. Beide Versionen hatten den wohlverdienten Ruf, Autos zu sein, die ihrem Fahrer einiges abverlangten. Als 2012 die Produktion des 997 GT2 RS eingestellt wurde, dachte man, man könne aufatmen. Das Auto überließ 620 PS den Hinterrädern, das musste doch noch immer der Gipfel sein ... Die erste Generation des 991 kam und ging, ohne GT2, aber pünktlich zum Ende des Modells wurde der Name wieder aus der Versenkung geholt und kein Geld gescheut. Der 991.2 GT2 RS entstand aus einer Kombination aus Kohlefaser und Magnesium mit Reifen, die speziell von Michelin hergestellt wurden, um überhaupt eine Chance zu haben. Mit diesem Auto einen Raum zu teilen, fühlt sich wahrscheinlich so an, als stünde man mit einer Person in einem Raum, die einen „gezähmten“ Tiger hat. Sie flößen Respekt und eine gehörige Portion Angst ein. Racing Yellow, die ungewöhnlichste Farbe des Autos, bedeckt den größten Teil des Exterieurs, wobei das Dach und die Motorhaube teilweise aus Carbonfaser bestehen. Die Front ist mehr von der Gier nach Luft als von irgendetwas anderem geprägt. Der Flügel aus Carbonfaser erstreckt sich über den gesamten hinteren Teil, mit zwei runden, gut proportionierten Auspuffrohren an der Unterseite. 20- und 21-Zoll-Magnesiumfelgen sind mit Michelin Pilot Sport CUP 2R bereift. Sich auf den Fahrersitz zu setzen und die Sechspunktgurte von Schroth anzulegen, löst ein leichtes Herzklopfen und ein wenig Panik aus. Der Turbo-Sound ist spürbar, sobald man die Zündung einschaltet. Hinter einem befindet sich ein Magnesiumkäfig und in den Kopfstützen der Carbonfaser-Schalensitze ein eher dezentes Emblem, das darauf hinweist, wo das Auto entwickelt wurde. Weissach. In Schweden verkauftes Auto mit nur 11.260 km Laufleistung seit Neuzulassung und einer großartigen Geschichte. Nutzen Sie die Gelegenheit, das absolut Realitätsfernste zu erwerben, was das Porsche-Werk in der Neuzeit verlassen hat, mit der richtigen Ausstattung und in der richtigen Farbe. Weitere einzigartige Artikel finden Sie auf unserer Website.