Der allererste Porsche 911 Typ 996 GT3 begeisterte die Fans sofort bei seiner Premiere.
Er hatte alles, was einen echten Sportwagen ausmacht: aggressives Aussehen, ein solides Fahrwerk, einen kraftvollen Sechszylinder-Boxermotor, Leistung und puren Charakter. Wir bei L’Automobile Sportive waren zu 300 % von Porsches Ansatz für den 911 GT3 überzeugt.
Allerdings war seine Produktion aufgrund von Homologationsanforderungen stark eingeschränkt, und sein Außendesign wies die viel kritisierten Scheinwerfer des Boxster auf – etwas, das bei der Einführung des 996 Kritik hervorrief.
Für diese neue, auf die Rennstrecke ausgerichtete Ikone ging Porsche noch einen Schritt weiter: ein verführerischeres, unverkennbares 911-Design, unerbittliche Fahrpräzision, ein überarbeiteter und leistungsstärkerer Sechszylinder-Boxermotor mit wildem Sound und noch schärferer Leistung. Das ist die Formel hinter dieser Weiterentwicklung des Porsche 911 GT3.
Es gibt mehrere bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Generationen des 996 GT3. Die 18-Zoll-Räder haben zwar den gleichen Durchmesser behalten, ihr Design ist jedoch moderner. Die Stoßfänger wurden neu gestaltet, um aggressiver zu wirken, und der Heckflügel ist markanter, was den aerodynamischen Abtrieb verbessert. Vor allem aber besteht bei diesem GT3 nicht mehr die Gefahr, dass er mit einem Boxster verwechselt wird, dank der Turbo-Scheinwerfer, die bei der gesamten überarbeiteten 911-Reihe zum Einsatz kommen.
Dieser GT3 liegt 30 mm tiefer als ein Standard-Carrera und profitiert von um 60 % steiferen Dämpfern.
Der Motor des ersten GT3 war bereits ein Wunderwerk und leistete 100 PS pro Liter – eine beeindruckende Leistung für einen Saugmotor. Doch die Ingenieure in Zuffenhausen gingen bei der überarbeiteten Version noch einen Schritt weiter. Bei gleichem Hubraum holten sie zusätzliche 21 PS und 1,5 kg·m Drehmoment heraus. Wie? Indem sie die gesamte rotierende Baugruppe leichter machten, was eine höhere Drehzahlgrenze von nun bis zu 8.200 U/min ermöglichte. Außerdem überarbeiteten sie die Nockenwellensteuerung für ein sanfteres Ansprechverhalten und aktualisierten das Motormanagementsystem. Mit 381 PS singt der Sechszylinder-Boxermotor laut und stolz. Die Änderungen am Getriebe waren minimal.