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Die Geschichte der Fuchsfelgen

27.04.2018 / Von Markus Klimesch
Die Geschichte der Fuchsfelgen

Es gibt viele Gründe, warum die Fuchsfelge zur Legende wurde. Der wichtigste jedoch ist das Design. Den entscheidenden Impuls dazu gab Ferdinand Alexander Porsche. 1966 hatte das Alurad Weltpremiere. Wie auch der 911 S.

Das Leichtmetallrad

Das erste Sportmodell des 911 mit dem Zusatz „S“ erkannte man an seinen exklusiven Alurädern, denn der 911 S war das erste Modell mit den heute legendären Fuchsfelgen. Porsche sprach damals schlicht vom Leichtmetallrad, das zum Serienumfang des Sportwagens gehörte. So nüchtern die Bezeichnung des Alurads ist, so logisch war die Idee dahinter: Das neue S-Modell sollte leichtere Felgen als der Serien-Elfer bekommen, um die ungefederten Massen zu reduzieren. Weniger Gewicht bedeutet spontanere Reaktion des Fahrwerks – ein sportliches Plus für den S. Rund drei Kilogramm weniger Gewicht pro Rad gegenüber der Variante aus Stahl sollten es sein, so die Forderung im Lastenheft für den 911 S.

Porsche Fuchsfelgen

Im Jahr 1965 war das eine zunächst unlösbare Aufgabe für klassisch produzierte, das heißt gegossene Aluminiumräder. Die leichtere Variante hielt den Belastungen nicht stand. Erst eine innovative Idee der Entwickler der Felgenschmiede Otto Fuchs konnte den Widerspruch zwischen weniger Gewicht und längerer Haltbarkeit auflösen. Fuchs lieferte ein Rad, das leicht und dennoch allen Anforderungen gewachsen war. Die Firma setzte dafür ein neues Herstellungsverfahren ein: Das Rad wird aus einem Stück hergestellt. Das Rohteil wird geschmiedet, der komplette Felgenbereich von Außen- bis Innenhorn ausgewalzt.

Porsche Fuchsfelgen

Porsche Fuchsfelgen

Das prägende Kleeblatt-Design

Das typische Fünfspeichen-Design hatte die Ur-Fuchsfelge von Beginn an, allerdings liefen die Speichen noch spitz zu. Diese Urform wurde Porsche im Mai 1965 präsentiert. Im Protokoll der Sitzung ist vermerkt: „Gegenüber unserem Vorschlag hatte Herr Porsche jun. aus stilistischen und optischen Gründen die Form der fünf Verbindungsstege zwischen Nabe und Felge geändert. Während sich unsere Konstruktion der Form der auslaufenden Serienfahrzeuge gut anpasste, wirkt die von Herrn Porsche jun. entwickelte Form für das neue Fahrzeug harmonischer.“ Somit hat 911-Designer F. A. Porsche das Kleeblatt-Design erfunden, das die Fuchsfelge seit jeher prägt. Die Porsche-Zentren weltweit verkaufen übrigens auch heute noch fast alle Varianten der Fuchsfelge. Das von F. A. Porsche gestaltete Rad gehört zum Lieferprogramm von Porsche Classic.

Porsche Fuchsfelgen

Quelle. Porsche Newsroom. Text erstmalig erschienen im Porsche-Kundenmagazin Christophorus, Nr. 378 Text: Thorsten Elbrigmann // Fotos: Axel Struwe/Markus Klimesch/Otto Fuchs KG

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