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Mit den Mletzko Porsches in den Bergen Südtirols

04.10.2021 / Von Markus Klimesch
Mit den Mletzko Porsches in den Bergen Südtirols

„Man muss einen Mletzko mal gefahren sein, um sich eine Meinung darüber zu bilden!“ So begann das Gespräch zwischen mir und dem Mletzko-Gründer und Automobil-Enthusiasten Dirk Lührmann vor ein paar Wochen am Telefon. Dirk hat mich angerufen und mich gefragt, ob ich denn Lust hätte, Ende September im Zuge einer Gruppentour eine Probefahrt mit einem Mletzko Porsche 911 zu machen. Ich habe das eher als rhetorische Frage verstanden und daher nur mehr gefragt, wann ich denn wo sein muss. Und so war ich dann pünktlich gestellt, am 24. September um 9 Uhr morgens in Völs am Schlern im traumhaft schönen Südtirol. Für mich als Österreicher stand das italienische Südtirol bisher nicht ganz oben auf meiner Reiseziel-Liste. Berge und Passstraßen haben wir schließlich selber genug, da muss ich nicht erst über den Brenner um das zu erleben. Zugegeben, es war ein Fehler, diesen Trip nicht schon vorher gemacht zu haben. Südtirol ist atemberaubend schön und wie gemacht für Liebhaber kurviger Bergstraßen.

Ständiges Staunen

Man kommt aufgrund des Panoramas aus dem Staunen kaum mehr raus und es fällt oft schwer, sich auf die Straße zu konzentrieren. Achtsamkeit und Konzentration war aber mehr als gefragt als ich endlich an das Steuer von einem Mletzko Porsche 911 durfte. Dirk hatte den Sechszylinder Boxer noch selbst auf Betriebstemperatur gebracht und dabei mir als Beifahrer die wesentlichen Informationen über das Auto gegeben. Leicht nervös habe ich das Steuer übernommen und mich mal ganz behutsam an Lenkung, Kupplung, Bremse und Gaspedal gewöhnt. Doch es ging sehr schnell.

Allein diese Tatsache ist Kompliment genug. Ich bin gerade aus unserem 991 ausgestiegen und trotzdem gab es keine unangenehmen Überraschungen. Die Mundwinkel haben sich nach oben gezogen und das breite Grinsen blieb konstant erhalten. Ich fühlte mich sofort in meinem Element. Nicht nur der grandiose Sound des luftgekühlten 4 Liter Boxermotors hat massive Glücksgefühle produziert. Durch den immensen Grip ist der Mletzko kein beängstigender Witwenmacher alter Schule, sondern eine vertrauenerweckende Fahrmaschine.

Das Ziel eines Restomods ist es, die klassische Form zu zitieren, neu zu interpretieren und die Fahrleistungen auf ein moderneres Level zu hieven. Der Mletzko bewegt sich auf dem Niveau eines brandaktuellen Elfers. Den Charakter des Originals leugnet er dabei nicht, sondern betont ihn vielmehr.

Die bombastische Leistungsentfaltung des Mletzkos in Kombination mit dem exzellenten Fahrwerk und den hervorragenden Bremsen sorgt für eine ständige Adrenalinzufuhr. Knapp 370 Pferde bei nur 1145 kg Eigengewicht, mehr muss man nicht sagen. Man will sich unaufhörlich noch ein Stück näher an das Limit herantasten. Dieses Herantasten hat aber wenig zur Entspannung von Dirk in seiner Rolle als Beifahrer beigetragen. Ich habe großes Verständnis dafür, denn selber hasse ich es Co-Pilot zu sein. Doch die Akustik beim Ausdrehen des wunderschön anzusehenden Boxer-Aggregats, gepaart mit telepathischen Schaltvorgängen zog mich sofort in ihren Bann.

Lust an Kurvengeschwindigkeit und Drehzahlorgien

Das rege touristische Verkehrsaufkommen an diesem Wochenende in Südtirol führte dazu, dass die Vernunft im ständigen Kampf mit der Lust an Kurvengeschwindigkeit war. Dritter Gang, viel Drehzahl, hartes Anbremsen für die nächste Kehre, einen Gang runter und am Kurvenausgang beginnt das Stakkato von vorn. Ein irres Erlebnis! Am Ende siegte aber die Geistesstärke und wir kamen alle wieder heil und ohne Schrammen in unsere Garage zurück. Geblieben ist das breite Grinsen und die Erinnerung an einen traumhaften Tag. Ich fühlte mich unglaublich privilegiert und dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Als mich Dirk danach fragte, was ich denn nun über den Mletzko Porsche 911 sagen kann, gab es für mich nur eine Antwort: „Man muss einen Mletzko mal gefahren sein, um sich eine Meinung darüber zu bilden!“ Vielen Dank an Dirk und sein Mletzko-Team für diese großartige Erfahrung. Ich durfte erfahren, wie toll Mletzko-Fahren ist. Die Materialanmutung im Innenraum, die vielen Details im Innenraum, wie zum Beispiel das Schaltschema auf dem wunderbar anzufassenden Knauf habe ich aufgesaugt wie ein Schwamm. Ich ziehe meinen Hut vor eurem Werk, eurer Detailversessenheit und eurem Enthusiasmus.

Man muss einen Mletzko mal gefahren sein, um sich eine Meinung darüber zu bilden!

Wer nun gleich mehr über Mletzko erfahren möchte, sollte unbedingt unser Interview mit Dirk Lührmann lesen. Seine Persönlichkeit und seine Geschichte haben mich wirklich nachhaltig beeindruckt und inspiriert.

Glücklicherweise hatten wir bei der Tour auch einen hochtalentierten Fotografen dabei. Maximilián Balázs hat viele dieser tollen Momente mit seiner Kamera festgehalten. An dieser Stelle an großes Dankeschön für diese wunderbaren Fotografien.

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