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Taycan vor 911 – Porsche mit Absatzrekord

12.01.2022 / Von Richard Lindhorst
Taycan vor 911 – Porsche mit Absatzrekord

Die Porsche AG schloss das Jahr 2021 mit einem Rekordwert bei den Fahrzeugauslieferungen. Das ohnehin schon gute Jahr 2020 wurde nochmals um elf Prozent übertroffen. Besonders zugelegt hat Porsche dabei in Nordamerika.

Porsche verzeichnet erstmals über 300.000 Auslieferungen

Im zurückliegenden Geschäftsjahr trotzte Porsche der Pandemie mit Rekordwerten. Noch nie wurden so viele Fahrzeuge mit dem Stuttgarter Wappen ausgeliefert. 301.915 Auslieferungen stehen für 2021 zu Buche. Vertriebs- und Marketingvorstand Detlev von Platen zu Folge ist die Nachfrage weiterhin hoch. Die Auftragsbücher seien weiterhin gut gefüllt.

Der Macan war auch 2021 wieder das Zugpferd der Porsche Absatzzahlen © Porsche AG

Die größten Kassenschlager waren auch 2021 Macan und Cayenne. 88.362 bzw. 83.071 Auslieferungen stehen zu Buche. Die SUVs machen damit mehr als den halben Jahresabsatz unter sich aus. An Platz 3 steht der vollelektrische Porsche Taycan. Mit 41.296 Autos überflügelte er auch den 911. Und das, obwohl der Porsche 992 mit 38.464 Einheiten ebenfalls ein Rekordjahr hinlegte. Panamera und 718 komplettieren die Absatzzahlen mit je 30.220 und 20.502 Auslieferungen.

Der Porsche 718 bleibt absatzmäßig stabil. Sein Nachfolger wird schon elektrifiziert sein. © Privat

Amerika macht 22% Plus, China weiter stärkster Markt

Während in Europa und Asien recht gleichförmige Zuwachsraten mit sieben bis neun Prozent verzeichnet wurden, boomt Porsche in den USA geradezu. Satte 22% mehr Fahrzeuge wurden in Übersee ausgeliefert. Das hat sicherlich auch mit der verstärkten Elektrifizierung der Kernmarke zu tun. In diesem Segment legte Porsche allein 40% zu. Die meisten Autos verkauft Porsche weiterhin nach China. Hier wurde fast die Marke von 100.000 Fahrzeugen geknackt.

Die Strategie zur weiteren Elektrifizierung unserer Flotte geht auf und entspricht der Nachfrage und den Präferenzen unserer Kunden.

Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing
Porsche AG
Auslieferungen
20202021Differenz
Weltweit272.162301.915+11%
Europa80.89286.160+7%
     Deutschland26.15228.565+9%
Amerika69.62984.657+22%
     USA57.29470.025+22%
Asien-Pazifik, Afrika und Nahost121.641131.098+8%
     China88.96895.671+8%
Quelle: Porsche AG

Ob sich dieser Trend auch 2022 fortsetzen kann, hängt maßgeblich von der Liefersituation bei den Halbleitern ab. Hier dürfte Porsche durch die Konzernstrategie Volkswagens profitiert haben. Dort wurde die Versorgung der Produktion mit Chips für teure Fahrzeuge priorisiert. Diese Strategie ist aufgrund der höheren Margen in diesem Segment nur logisch. Die Fragen wird sein, ob der Nachschub irgendwann einbricht, oder eben nicht. Von Platen schränkt wohl auch deshalb ein: „Zugleich sind Stückzahlen für uns nicht ausschlaggebend. Vielmehr wollen wir für exklusive und einzigartige Kundenerlebnisse stehen und werden diese weltweit weiter ausbauen“, so der Vorstand.

Trotz Fokus auf Elektrifizierung steigt Porsche aus Artemis-Projekt aus

Gleichzeitig machten Neuigkeiten die Runde, dass Porsche aus dem Gemeinschaftsprojekt „Artemis“ aussteigen möchte. Gemeinsam mit VW, Audi und Bentley hatte Porsche hier die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für Elektrofahrzeuge angeschoben. Vorangegangen waren Streitigkeiten über die Ausrichtung des Projekts selbst. Bei Porsche sei man mit der Fokussierung auf autonomes Fahren nicht einverstanden gewesen, heißt es aus verschiedenen Medienberichten. Schließlich sei die Hauptzielgruppe von Porsche auch künftig „Selbstfahrer“.

Die Porsche AG kommt dieser Schritt teuer zu stehen. Ausgleichszahlungen von ca. 100 Millionen Euro an den Mutterkonzern werden kolportiert. Den Zuschlag für die Produktion des zweiten Porsche e-Autos erhält dann das Werk in Leipzig. Fraglich ist, was für ein Modell genau dort produziert werden soll. Aufgrund der Positionierung des Artemis liegt die Vermutung eines SUV/Crossovers nahe. Langweilig wird es sicherlich nicht. Und je mehr Absatz bei Elektrofahrzeugen, desto sicherer der Fortbestand des 911.

Titelbild: Porsche Zentrum Stuttgart

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