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Sickalps – Porschefahrern die Berge zeigen

09.08.2022 / Von Richard Lindhorst
Sickalps – Porschefahrern die Berge zeigen

2017 machten sich Kerstin Battenfeld und Moritz Leidel, vielen als @FLAT6HIGH5 bekannt, auf eine private Tour durch die Alpen. Daraus entstand die Idee, ein gemeinschaftliches Event daraus zu machen. Unter dem Projektnamen „Sickalps“ kreieren die beiden für Gruppen bis zu 15 Wagen immer neue unvergessliche Erlebnisse auf den europäischen Bergstraßen. Dabei überqueren sie in sorgfältig geplanten Routen die Passstraßen Österreichs, Italiens, Frankreichs und der Schweiz. Die Gleichgesinnten sind bis zur jeweiligen Tour oft nur durch die digitalen Welten Instagrams verknüpft.

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Bei Sickalps steht die Community im Vordergrund!

Wichtigste Maßgabe für die kurvenfesten Teilnehmer: No Egos! Denn das Gefühl von Sickalps gemeinsam zu erleben ist Trumpf. Für die Organisatoren steht die Community im Vordergrund. „Je mehr strahlende Gesichter, umso schöner für alle“, sagt Kerstin. Und davon sieht man auf den Sickalps-Touren reichlich. Ob bei den legendären Early-Bird-Touren morgens um 5:00 auf den Großglockner zum Sonnenaufgang oder beim besten Kaiserschmarrn der Welt, irgendwo in der letzten Ecke der Nockalmstraße, auf einem alten Gusseisernen Herd auf offener Flamme gebacken. Moritz und Kerstin haben ein Faible für lokales Essen und begeben sich immer wieder auf akribische Suchen nach kulinarischen Schätzen. So scouten die beiden neue Punkte für die Routen legen die Strecken manchmal genau deshalb einfach drum herum.

Je mehr strahlende Gesichter umso schöner für alle!

Kerstin Battenfeld, @FLAT6HIGH5, Organisatorin von Sickalps

In ihrem 1965er Porsche 911 SWB haben die beiden mittlerweile unzählige Kilometer auf den Passstraßen der Alpen gefahren. Dabei haben sie so viele Menschen mit diesem unerklärlichen Alpenfieber angesteckt, dass die beinahe täglichen Anfragen künftig sorgfältig in den Alltag integriert werden mussten. Neben den Aktivitäten hinter dem Steuer und auf dem Beifahrersitz, mit dem Roadbook in der Hand, müssen Moritz als selbständiger Designagentur-Inhaber und seine Frau Kerstin, verantwortlich für PR & Marketing bei einem Luxusuhrenhersteller, ihre knappe Zeit gut einteilen.

Mit den Alpentouren laden Kerstin und Moritz ihren Akku auf

Wie sie aber beide betonen, handelt es sich dabei um eine Art Rekuperation. Denn die Energie, die sie aus den Erinnerungen und Emotionen ziehen, pushen sie im Alltag, wie sie selbst sagen. Das Befahren legendärer Straßen in den Bergen, gepaart mit dem Knüpfen zahlreicher Freundschaften in der ganzen Welt beflügelt die beiden. „Diese besonderen Touren sind allemal inspirierender als jedes After-Work-Networking-Event“, so Moritz.

Sickalps Panorama Schweiz

In alter Gaming-Tradition könnt ihr euch bei Sickalps nach oben fahren!

Für dieses Jahr überlegten die beiden sich etwas ganz Neues, damit „alte Bekannte“ zurückliegender Touren, auch zusammen die nächste Etappe erleben können. „Dies führt unweigerlich dazu, dass man als Team zusammenwächst, gemeinsam immer neue Strecken entdeckt und immer festere Freundschaften knüpft“, erklärt Moritz die Idee. Der früher begeisterte Arcade-Gamer integrierte daher die Logik alter Computerspiele. Levelweise kann man sich nach vorne spielen, oder in dem Fall nach oben fahren. In Level 1 sammelte FLAT6 HIGH 5 in diesem Jahr die Einsteiger. Anfragen gab es genügend, das Spielblatt des Touren-Quartetts „Schweiz und Österreich/Italien Level 1“ war nach kürzester Zeit ausgeteilt.

Jede Tour wird dabei von einem professionellen Fotografen begleitet. Er befreit die Teilnehmer so von der ständigen Suche nach den perfekten Fotospots. Die Köpfe sind frei und alle konzentrieren sich auf die Umgebung. „So fallen alle schnell in den gewünschten Zen-Zustand, wenn sie durch die schroffen, abwechslungsreichen Bergwelten gleiten“, beschreibt es Moritz mit einem Lächeln im Gesicht. Außerdem erhält jede Tour dadurch ihren ganz eigenen Look. Denn die Fotografen sehen nicht nur den einen Wagen, sondern das, was zwischen den Zeilen geschieht. Grandiose Bildwelten sammeln die Augenblicke ein, die auf den jeweils rund 400 Kilometer langen Tour-Tagen entstehen.

Ohne Poster, Shirt und Aufkleber kein Sickalps-Event!

Natürlich dürfen die obligatorischen Give-Away-Packs, bestehend aus Poster, Shirt und Aufkleber nicht fehlen. „Ohne diese drei Zutaten ist es kein Event“, sagt Moritz mit einem Augenzwinkern. Die Teilnehmer hegen diese Trophäen und präsentieren die Artworks gern in Garage oder gar Wohnzimmer.

Es erstaunt mich immer wieder wie die Artworks in den Garagen und Lebensräumen der Teilnehmer Teil derer Automobilen Identität werden. Als Designer macht mich das stolz und etwas verlegen gleichermaßen, denn diese Wertschätzung erfährst Du nur selten bei den täglichen Projekten beruflichen Alltag.

Moritz Leidel, @FLAT6HIGH5

Im Level 2 gibt es von den beiden „Spiele-Designern“ dieses Jahr eine besondere Herausforderung: Es geht durch die französischen Seealpen auf der legendären Route des Grand Alpes. Über 21 Pässe kommen insgesamt etwa 700 Kilometer Fahrtstrecke zusammen. Die Reise vom Genfer See an die Côte D’Azur wird auf drei Tage verteilt. „Mehr ist nicht möglich“, sagt Moritz, der sein Wissen der Erkundungstour aus dem vergangenen Jahr Revue passieren lässt. Mehr als 300 Kilometer sind da am Tag nicht drin. Laut Moritz ist Level 2 nur etwas für richtige Kurvenliebhaber. Schließlich wird die reine Fahrzeit bei etwa sechs bis sieben Stunden pro Tag liegen.

„Am Ende der Sickalps-Touren fühlt man sich wie ein Junkie auf kaltem Entzug“

„Es ist uns wirklich wichtig, nachhaltig schöne Erlebnisse zu schaffen. Wir wollen gemeinsam auf eine „Erfahrung“ im wahrsten Sinne des Wortes zurückblicken können. Die Teilnehmer wachsen uns ans Herz und das spüren wir immer am stärksten, wenn wir uns am letzten Tag nach dem Frühstück von allen verabschieden. Nicht selten kullert eine Träne bei dem einen oder der Anderen, wenn es im Luft- oder wassergekühlten dann Richtung Heimat geht“, beschreibt es Kerstin. Einen kleinen Schluchzer kann sie sich dabei nicht verkneifen.

„Wir sind dankbar über jeden, der diese Freude in sich spürt und die Leidenschaft für diese Art der Fahrzeuge teilt. Es ist für uns nicht mehr nur ein Hobby, sondern ein Teil unserer gemeinsamen automobilen DNA geworden. Am Ende der Sickalps-Touren fühlt man sich wie ein Junkie auf kaltem Entzug“, beschreibt es Moritz.

Danke an alle die uns auf Instagram folgen oder uns inspirieren. Die, die uns täglich auf unseren Kanälen @flat6high5 und @sickalps ihr Feedback und ihre Anregungen mitteilen. Danke an die Fotografen, die es nicht abwarten können mit uns auf Tour zu gehen um diese Erlebnisse auch in Bildern festzuhalten. Wir versprechen: Wir machen weiter – bis unser 1965er SWB keine Kurven mehr sehen kann.

Moritz Leidel, @FLAT6HIGH5

Die fünf Touren in diesem Jahr (je zwei in Österreich/Italien und der Schweiz, sowie eine in Frankreich) brachten es auf 27 Grenzüberquerungen. Insgesamt kamen 8.017 Kilometer bei den 34 Passüberquerungen zusammen. Die 59 Fahrzeuge waren mit insgesamt 77 Teilnehmern besetzt und konnten sich am Ende über 62 Gigabyte Fotomaterial freuen.

© Titelbild: Flat6High5/Sickalps, Max Müller

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