Ganz zu schweigen davon, dass keine davon besonders außergewöhnlich ist... 734, 735 und 776 Das sind die Optionen, auf die wir uns hier zunächst konzentrieren werden. Auf den ersten Blick sind es nur Optionen. Genau wie Option 274, beleuchtete Kosmetikspiegel. Aber diese drei Codes fallen auf, wenn man liest, was sie bedeuten. 734 – Interner Produktionsmotor. 735 – Internes Produktionsgetriebe und last but not least 776 – „Zero Series“. Die ersten beiden sind selbsterklärend. Produktionsnummern für Komponenten von Autos, die intern vom Werk verwendet werden. Der dritte erfordert eine kleine Geschichtsstunde. Zero Series war eine Bezeichnung, die Porsche in den 60er Jahren einführte und die für die allerersten Fahrzeuge verwendet wurde, die Kunden gezeigt oder vorgeführt wurden. Fahrzeuge, die einfach nach einem höheren Standard gebaut wurden. Der Begriff wurde vor allem in den 60er Jahren verwendet, fand aber auch später noch bei einigen Modellen Verwendung. Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass die Fahrzeuge der „Zero Series“ nie für den Verkauf an die Öffentlichkeit bestimmt waren.
Dieses PTS-Modell in Zanzibar Red wurde im Dezember 2002 produziert. Selbst dieses Detail ist ein Highlight, da es vier Monate später erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und die ersten Fahrzeuge im Herbst 2003 als Modelljahr 2004 ausgeliefert wurden. Das Äußere ist mit seiner leuchtend orangefarbenen Lackierung wunderschön und steht im Kontrast zu den silbernen Felgen. Die größten Unterschiede finden sich jedoch im Innenraum. Sobald man in den Schalensitzen Platz genommen hat, ist man von Leder und Carbonfaser umgeben. Das ist für ein Clubsport-Modell wie dieses eher ungewöhnlich. Leder bedeckt fast alles, was nicht aus Carbonfaser ist, aber die große Überraschung sind die Details. Wie die eingenähten Lautsprecher mit geprägtem Porsche-Schriftzug oder das ebenfalls mit Leder bezogene Lüftergitter. Die Mittelkonsole ist mit Carbonfaser verkleidet und beherbergt den Gangwahlhebel, der einen ersten Hinweis darauf gibt, wie besonders der Antriebsstrang ist. Kurze, präzise Schaltvorgänge, die eher in einem Cup-Auto zu Hause sind. Ein Dreh am Zündschlüssel startet den Motor, der durch eine originale Sportauspuffanlage ausatmet. Sobald man auf der Straße ist, kommt die Motorsport-DNA zum Vorschein. Alles, vom Fahrwerk bis zum Antriebsstrang, fühlt sich telepathisch und roh an. Das Auto wurde natürlich an Porsche selbst in Zuffenhausen geliefert und erst 2005 freigegeben. Im selben Jahr kam das Auto nach Schweden und hatte seitdem nur zwei Besitzer. Der Kilometerzähler steht bei nur 6594 Meilen und wurde kontinuierlich autorisiert gewartet. Wir werden uns wahrscheinlich nie an besondere Autos gewöhnen, was deutlich wird, wenn wir das Vergnügen haben, mit Autos wie diesem Teil der Geschichte zu werden.
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