Um den 911 Carrera RSR 3.8 vom Typ 993 für den GT-Spitzenrennsport zu homologieren, baute Porsche 227 Exemplare des entsprechenden Clubsport-Modells – erkennbar am wichtigen Optionscode „M003“. Obwohl straßenzugelassen, handelte es sich um eine kaum gezähmte Version des Carrera-Cup-Rennwagens.
Dieses Fahrzeug wurde im März 1995 fertiggestellt. Es war für die Schweiz und Liechtenstein konfiguriert, in der Farbe „Grand Prix White“ lackiert und mit Schalensitzen, 18-Zoll-RS-Rädern, einem Momo-Lederlenkrad sowie einem 92-Liter-Kraftstofftank ausgestattet. Eine Kopie des Kaufvertrags belegt die Auslieferung an Anton Zeiger aus Litzendorf über Porsche Innsbruck am 5. Dezember. Im Mai 2000 war das Fahrzeug noch auf Herrn Zeiger zugelassen, sollte aber in den folgenden Jahren einen neuen Besitzer finden.
Eine auf den damaligen Besitzer Dieter Kaiser aus Offenburg ausgestellte Rechnungskopie vom Oktober 2003 dokumentiert einen Antriebsstrangumbau durch den führenden Porsche-Spezialisten und Rennstall Freisinger Motorsport. Für 22.040 € wurden ein 3,6-Liter-Boxermotor der 993er-Generation sowie ein entsprechendes Getriebe eingebaut. Das Fahrzeug wurde zudem mit einer Karosserie mit breiten Radkästen modifiziert, um optisch einem GT2 Clubsport zu ähneln.
Der 911, der seit Juni 2007 auf den veräußernden Eigentümer in Schweden zugelassen war, kommt nach einer Zeit in der Lagerung nun zur Auktion. Vor dem Fahren wird eine technische Überprüfung empfohlen.