Zusammen mit der originalen Bedienungsanleitung und interessanten Dokumenten in der beiliegenden Historie belegen umfangreiche Wartungsrechnungen, dass das Fahrzeug bis zu seiner Einfuhr nach Großbritannien im Jahr 2022 in Südafrika verblieb, wofür ebenfalls Unterlagen vorliegen.
Er ist noch überwiegend original, profitiert jedoch von einer kürzlich in Südafrika durchgeführten Neulackierung in seiner ursprünglichen Farbe „Ivory“, präsentiert sich sehr gut, ist mechanisch in bestem Zustand und verfügt über eine Innenausstattung in besonders gutem Zustand.
Seit der Ankunft in Großbritannien wurden umfangreiche Arbeiten im Gesamtwert von über 65.000 £ in Auftrag gegeben, darunter:
– KOMPLETTE MOTORÜBERHOLUNG NACH FAST-ROAD-SPEZIFIKATION MIT BIG-BORE-KIT
– UPGRADES DER WEBER-VERGASER
– SPORT-AUSPUFF
– BREMSENÜBERHOLUNG
– Überholung des Lenkgetriebes
– Erneuerung des Kupplungssatzes mit Getriebehalterung, Differential- und Radlagern
– AUFRÜSTUNG AUF STARTER MIT HOHEM DREHMOMENT UND SONSTIGE ELEKTRIKARBEITEN
Derzeit wird das Fahrzeug für den Verkauf vorbereitet, da Lux Classics den Motor kürzlich überholt hat und derzeit in unseren Werkstätten bei ausgebautem Motor die Einfahrkilometer und die entsprechenden Einstellungen vornimmt.
Das Fahrzeug kann nach Vereinbarung in Großbritannien besichtigt werden und eignet sich für einen Enthusiasten oder Sammler, für den dieses Fahrzeug eine gute Kaufgelegenheit darstellt.
GARANTIE & FINANZIERUNG MÖGLICH
MODELLGESCHICHTE & PRODUKTION
Der erste Porsche 356 rollte 1950 in Stuttgart vom Band. Die Produktion lief bis 1965, als die Fertigung eingestellt wurde; bis dahin waren über 76.000 Exemplare verschiedener Modellbezeichnungen hergestellt worden.
Es war das erste Serienfahrzeug von Porsche, dessen Entwicklung mit dem 356 begann, der heute als Pre-A bezeichnet wird, gefolgt vom 1955 eingeführten 356A, dem 356B Ende 1959 und der letzten Baureihe 356C, die für das Modelljahr 1964 eingeführt wurde. In jeder Ausführung wurden sie überwiegend als Coupé oder Cabriolet gebaut. Die von Karmann karossierten Stufenheck-Coupés und Cabriolets (1961–62) sind heute besonders begehrt, ebenso wie die 1954 eingeführte, in limitierter Auflage produzierte Vier-Nocken-Rennversion „Carrera“.
Der 356 wurde von Ferdinand „Ferry“ Porsche (Sohn von Ferdinand Porsche – dem Firmengründer) entwickelt. 1972 fasste er in einem Interview mit dem PCA-Magazin seine Gedanken hinter dem Konzept wie folgt zusammen: „Ich bin schon immer sehr schnelle Autos gefahren. Ich hatte einen Alfa Romeo, auch einen BMW und andere … Gegen Ende des Krieges hatte ich ein Volkswagen Cabriolet mit Kompressormotor, und das war die Grundidee. Ich erkannte, dass ein kleines Auto mit ausreichend Leistung angenehmer zu fahren ist als ein großes Auto, das zudem übermotorisiert ist. Und es macht mehr Spaß. Auf dieser Grundidee basierend begannen wir mit dem ersten Porsche-Prototyp.“
Dieser Leichtbauansatz verhalf dem 356 schnell zu großer Beliebtheit, und in Kombination mit seinem Leistungsgewicht, der Heckmotor-Anordnung, dem agilen Handling und der hervorragenden Verarbeitungsqualität verlieh er dem 356 eine echte Fahrersport-Anziehungskraft – eine bewährte Formel, die 1951 auch einen Klassensieg in Le Mans einbrachte. Die Motorleistungen reichten von 44 PS beim ursprünglichen 1131-ccm-Motor bis zu 130 PS bei den späteren 1966-ccm-Carrera-Versionen.
Die in Österreich gebauten 356er der Pre-A-Serie oder „Prototypen“ hatten eine Aluminiumkarosserie, doch als die Produktion nach Deutschland verlegt wurde, beauftragte Porsche Reutter mit der Fertigung der Karosserien aus Stahl und kaufte das Unternehmen schließlich 1963 auf. Reutter behielt den Bereich der Sitzfertigung als Teil seines Geschäfts bei, änderte jedoch später seinen Namen in Recaro – und gründete damit das Unternehmen, das uns heute viel besser bekannt ist.
Im Oktober 1964 feierte der Nachfolger des 356, der legendäre 911, sein Debüt – doch dank seiner anhaltenden Beliebtheit wurde die Produktion bis weit ins Jahr 1965 hinein fortgesetzt.