Rod Emory hat Jahrzehnte damit verbracht, herauszuarbeiten, was es bedeutet, einen Porsche 356 zu verbessern, ohne dabei seinen Charakter und Charme zu beeinträchtigen. Der traditionelle „Emory Outlaw“ bewahrt die Werkssilhouette und verbessert gleichzeitig die mechanischen Eigenschaften. Das „Emory Special“-Programm verfolgt einen radikaleren Ansatz und unterzieht jedes Fahrzeug maßgeschneiderten Karosseriemodifikationen, die speziell für den jeweiligen Auftrag konzipiert wurden. Kein „Special“ gleicht dem anderen, und jedes steht für eine direkte Zusammenarbeit zwischen Emory und seinem Kunden.
Dieser Porsche 356C aus dem Jahr 1965 begann als Coupé und wurde in ein offenes Emory Special Cabriolet umgebaut, das im Februar 2024 ausgeliefert wurde. Der Umbau zur offenen Konfiguration prägte den gesamten Umbau. Das Bauprotokoll von Emory beginnt mit der Angabe, dass der Winkel der Windschutzscheibe verringert wurde, um sie an das flache, abnehmbare Hardtop in Wagenfarbe anzupassen. Zu den weiteren maßgeschneiderten Details gehören der Verzicht auf Stoßstangen, gerollte Schweller im Pre-A-Stil, eine Heckklappe mit umgekehrten Lamellen und Scharnieren im Rennsport-Stil, ein durch die Motorhaube führender Rennsport-Tankstutzen, der in einen handgefertigten 15-Gallonen-Aluminiumtank mündet, der Verzicht auf den Motorhaubengriff, zwei Spiegel im GT-Stil sowie maßgefertigte Gitterabdeckungen für das Hupengitter und die Bremsluftkanäle. Das in der einzigartigen Lackierung „Tropical Green Metallic“ lackierte Fahrzeug wurde nach seiner Fertigstellung an seinen ersten Besitzer ausgeliefert und ist seitdem an einen weiteren Besitzer übergegangen.
Der 2,6-Liter-Emory-Rothsport-„Outlaw-4“-Boxermotor wurde von Jeff Gamroth von Rothsport Racing als kompakte Interpretation der 911-Motorarchitektur entwickelt. Er verfügt über eine Rothsport-Kraftstoffeinspritzung mit einzelnen Drosselklappen, eine MoTec-gesteuerte Doppel-Coil-on-Plug-Zündung, ein Full-Flow-Ölsystem mit separatem Filter und Kühlern, maßgefertigte Edelstahl-Auspuffkrümmer sowie einen Sportschalldämpfer. Emory Motorsports gibt die Leistung mit 260 horsepower an. Der Antrieb erfolgt über ein 901-Fünfgang-Handschalter-Getriebe mit Aluminiumgehäuse an die Hinterräder.
Die Federung besteht aus einer 901-Einzelradaufhängung hinten mit speziell verengten Längslenkern, einstellbaren PEP-Dämpfern sowie Stabilisatoren vorne und hinten, ergänzt durch eine maßgefertigte Zahnstangenlenkung. Für eine schnelle Bremsleistung sorgt bei diesem 356 eine einzigartig konstruierte Vierrad-Scheibenbremsanlage mit Feststellbremse und ATE-Hauptbremszylinder. Die 16×5,5-Zoll-Outlaw-Billet-Räder in satinschwarzer Ausführung sind auf gebürsteten Naben montiert und mit 205/55 Michelin Pilot Sport A/S-Reifen bestückt.
Im Innenraum umhüllt vinegrünes Leder mit perforierten Einsätzen die tiefergelegten, verstellbaren Schalensitze, deren Rückenlehnen für jeden Insassen um zwei Zoll verlängert wurden. Grauer Teppichboden mit quadratischem Webmuster und Gummifußmatten, Zweipunkt-Renn-Gurte, der Wegfall der Rücksitze, schwarze Knöpfe und Rosetten sowie ein maßgefertigter Beifahrer-Haltegriff aus Aluminium runden die Ausstattung ab. Ein MOMO-Lenkrad mit einem lasergravierten Lederknopf für die Hupe befindet sich vor einem Tachometer mit einer Skala bis 120 mph, einem Drehzahlmesser bis 8.000 U/min und einer 904-Dreifach-Instrumententafel, wobei eine elektrische Klimaanlage von Classic Retrofit den Umbau abrundet. Mit einem Gewicht von 1.975 Pfund spiegelt das fertige Fahrzeug die Gewichtsdisziplin wider, die die 356-Plattform auszeichnet.
Mit nur 416 Meilen Laufleistung zum Zeitpunkt der Katalogaufnahme gehört dieses „Emory Special Cabriolet“ zu den ambitioniertesten Offenwagen-Sonderanfertigungen im Emory-Katalog und wird nun in neuwertigem Zustand angeboten, sodass sein nächster Besitzer die Gelegenheit hat, es in seiner ganzen Pracht zu erleben, ohne warten zu müssen.
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