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Kaufberatung: Der Porsche 944 S2

Kaufberatung: Der Porsche 944 S2

26.10.2018 / Von Richard Lindhorst

Porsche 944 kaufen.
Im Elferspot Marktplatz.

Porsches Neuausrichtung Ende der 70er Jahre brach mit vielen Traditionen. Weg vom Heck- oder Mittelmotor in Boxerkonfiguration, hin zum wassergekühlten Frontmotor mit Transaxlegetriebe. Die Puristen schrien auf, doch die hervorragenden Absatzzahlen des 924 befreiten die Firma Porsche aus ihrer wirtschaftlichen Schieflage durch die Ölkrise. Aus dem Volumenmodell 924 weiterentwickelt, erschien 1981 der Porsche 944. Gebaut wurde er, wie auch der 924 im Audi Werk Neckarsulm.

Während die erste Generation des Porsche 944 (944/I) noch sehr viele Anleihen des kleinen Bruders 924 übernahm, erhielt der ab 1986 gebaute Porsche 944/II ein eigenständiges Cockpit mit vier, statt wie bisher drei Rundinstrumenten. Zusätzlich spendierte Porsche eine neue Mittelkonsole mit Ablagefach sowie eine deutlich zeitgemäßere Lüftungssteuerung, die nicht mehr an Golf oder Scirocco erinnerte. Gegen Aufpreis waren sogar Airbags für Fahrer und Beifahrer lieferbar.

Der 944 S2 gilt als heimlicher Star der Transaxlemodelle

Die Speerspitze der Vierzylinder-Transaxles bildet zwar porschetypisch der Turbo bzw. Turbo S, der heimliche Star war jedoch der 1988 vorgestellte 944 S2 mit dem größten Reihenvierzylinder seiner Zeit. Der S2 war als Coupé und, als erstes Transaxlemodell überhaupt, auch als Cabrio erhältlich. Mit dem intern M44/41 genannten Saugmotor schaffte Porsche einen hervorragenden Spagat zwischen Durchzug und Drehfreude. Chefingenieur Paul Hensler entlockte dem 2.990 cm³ großen Vierzylinder ein maximales Drehmoment von 280 Nm, welches bereits bei 4.000 U/min anliegt. Bei 5.800 U/min wurden stramme 211 PS an die Hinterachse geschickt. Erreicht wurden diese Werte durch einen Zylinderkopf mit 16 Ventilen, zwei obenliegende Nockenwellen, ein leichteres Kurbelgehäuse und Schmiedekolben. Die Verdichtung von 10,9:1 entsprach der des Vorgängers 944S. Der 944 S2 war dabei ausschließlich mit einem 5-Gang Schaltgetriebe erhältlich.

 

Spätestens in dieser Ausbaustufe erinnert nichts mehr daran, dass es sich “nur” um einen halbierten 928 Motor handelt. Das 1.310 Kilogramm leichte Coupé spurtet in 6,8 Sekunden auf 100 km/h. Dank der strömungsgünstigen Karosse mit einem cw-Wert von 0,33 sind bis zu 240 km/h Spitze drin, sofern die aus heutiger Sicht wunderbar zeitgeistigen Klappscheinwerfer nicht vollflächig im Wind stehen. Damit liegen die Fahrleistungen nur 0,5 Sekunden beziehungsweise 5 km/h hinter denen des 944 Turbo, oder auch 951, bevor dieser zum Modelljahr 1989 mit dem größeren Turbolader aus dem Turbo S versehen wurde.

Durch die Einführung eines Querstabilisators an der Hinterachse sowie der 16 Zoll Räder im Format 205/55 an der Vorderachse und 225/50 an der Hinterachse wurde das Fahrverhalten für mehr Stabilität und Langstreckentauglichkeit optimiert. Die mitunter starken Wankbewegungen der ersten Transaxlemodelle gehörten fortan der Vergangenheit an. Das optionale Sperrdifferenzial bietet dem ambitionierten Sportfahrer darüber hinaus einen deutlichen Traktionsgewinn. Als Upgrade gab es zudem eine standfeste und leistungsstarke Vierkolben-Festsattel-Bremsanlage rundum, ab Modelljahr 1990 sogar serienmäßig mit ABS.

 

Nur drei Jahre Produktionszeit und geringe Stückzahlen

Auch optisch entschied sich Porsche für kleine Detailänderungen, um den S2 vom restlichen 944er-Lineup hervorzuheben: Die Front mit den integrierten Zusatzscheinwerfern erhielt er vom Turbo, am Heck wurde ein Diffusor verbaut, der fast die gesamte Heckstoßstange einrahmt. Damit war der 944 S2 endgültig zum maskulinen Sportwagen gereift und lag optisch sehr nah am Turbo. In den drei Jahren Produktionszeit entstanden 6.980 944 S2 Cabrios und 9.352 944 S2 Coupés. Demgegenüber stehen etwa 115.000 normale 944 Coupés und 23.700 944 Turbo bzw. Turbo S.

Die bereits zur Markteinführung hochgelobte Ausgewogenheit des 944 S2 mit seinen ausgezeichneten Langstreckenqualitäten sorgte dafür, dass der ausgereifte Transaxle häufig als Alltagswagen genutzt wurde. Gepflegte Fahrzeuge mit geringer Laufleistung sind dadurch rar und mittlerweile auch teurer geworden. Sie liegen preislich mit den Turbomodellen fast gleichauf. Die Summe seiner Eigenschaften ergibt ein harmonisches Gesamtbild, das aus unserer Sicht eine hervorragende Möglichkeit zum Einstieg in die Welt der klassischen Porsche ermöglicht. Ausbalancierter und günstiger als der 911 vom Typ 964, weniger exotische und somit wartungsfreundlichere Technik als der 944 Turbo, mit immer noch standesgemäßen Fahrleistungen, um als echter Porsche Sportwagen durchzugehen. Gepaart mit einem hohen Maß an mechanischer Ausgereiftheit, Zuverlässigkeit und fahrerischer Souveränität gilt der 944 S2 als verlässlicher Partner in jeder Lebenslage. Durch den ohnehin schon großen Kofferraum und die serienmäßig umklappbare Rücksitzbank hat das Coupé sogar herausragende Nutzwerte und bietet genügend Gepäckraum für mehrwöchige Roadtrips. Dank der vollverzinkten Karosserie ist auch Rost kein großes Thema.

Der preiswerte Einstieg in die Welt der klassischen Porsche Sportwagen

All das sind gute Gründe, weshalb der 944 S2 von vielen Experten als bester 944 angesehen wird. Das mag sicherlich im Auge des Betrachters liegen, doch auch wir halten den 944 S2 für ein tolles Gesamtpaket. Zwar kann er in puncto potenzieller Wertsteigerung nicht ganz mit den klassischen 911ern mithalten, spricht allerdings durch den geringeren Einstandspreis eine breitere Käuferschicht an. Und doch gibt es gewisse Parallelen zwischen dem intern 946 genannten S2 und dem großen Bruder 911. So lässt sich die Komposition und Eigenständigkeit des 944 S2 innerhalb der Baureihe doch ganz gut mit dem Carrera 4S vergleichen. Geschmeidiger Saugmotor mit toller Leistungsentfaltung im breiten Turbokleid, ohne durch wilde Verspoilerung burschikos aufzufallen. Für uns klare Argumente zum Kauf eines der besten Transaxle-Porsches aller Zeiten.

Das hier gezeigte Modell steht aktuell zum Verkauf. Mehr Infos über diesen Porsche 944 S2 gibt es >> hier! 

 

Technische Daten:

  • Modelljahr: 1989-1991
  • Modellbezeichnung: Porsche 944 S2 Coupé
  • Motor-Typ: M44/41
  • Motor-Bauart: 4-Zylinder Reihenmotor (wassergekühlt)
  • Hubraum (cm3): 2990
  • Bohrung x Hub (mm): 104.0 x 88.0
  • Motorleistung: (kW / PS) 155/211 at 5800 rpm
  • Drehmoment (Nm): 280 at 4000 rpm
  • Kompressionsverhältnis: 10.9 : 1
  • Ventilsteuerung: DOHC (doppelte obenliegende Nockenwellen) 4 Ventile pro Zylinder
  • Kraftstoffanlage: Bosch L-Jetronic
  • Zündung: Einzelzündung
  • Getriebe: 5-Gang Schaltgetriebe
  • Räder: vorn / hinten 7 J x 16/8 J x 16
  • Reifen: vorn / hinten 205/55 ZR 16 / 225/50 ZR 16
  • Bremsen: vorn / hinten 298 mm innenbelüftete Scheiben / 299 mm innenbelüftete Scheiben
  • Spurweite: vorn / hinten (mm) 1472/1451
  • Radstand: (mm) 2400
  • Maße L x B x H (mm) 4230 x 1735 x 1275
  • Leergewicht: 1,310 kg
  • Beschleunigung 0 – 100 km / h 6.8 s
  • Höchstgeschwindigkeit (km / h) 240
  • Gebaute Stückzahl Coupé: 9,352

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