Fahrgestell-Nr. 157571 – Motor-Nr. 832147 – Getriebe-Nr. 59818
In seiner frühen Geschichte war Porsche vor allem ein Hersteller von Vierzylindermotoren. Die Fahrzeuge, die den Ruf der Marke weltweit begründeten, zeichneten sich durch eine sorgfältige Balance aus Leichtbauweise, technischer Präzision und bemerkenswerter Effizienz aus. Im Mittelpunkt dieser Philosophie stand der Porsche 356, der Sportwagen, der einen kleinen Nachkriegshersteller zu internationalem Erfolg führte und den Grundstein für alles legte, was danach folgte.
Anfang der 1960er Jahre, nach mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlicher Weiterentwicklung auf der Straße und der Rennstrecke, hatte sich der 356 zu einer ausgereiften Form entwickelt, die ihre auf Volkswagen basierenden Ursprünge hinter sich gelassen hatte. Der 1960 eingeführte 356 B profitierte von einer Vielzahl von Verbesserungen an Fahrwerk, Bremssystem, Getriebe und Karosserie, behielt dabei jedoch den fesselnden Charakter bei, der das Modell von Anfang an bei Enthusiasten beliebt gemacht hatte. Zu den begehrtesten Exemplaren gehörte das Super Cabriolet, das offenes Fahrvergnügen mit dem temperamentvollen 75-PS-Vierzylindermotor von Porsche und dem höchsten Komfort- und Ausstattungsniveau der Modellreihe verband.
Laut einer Kopie seiner originalen Kardex-Garantiekarte verließ dieses 1963er 356 B 1600 Super Cabriolet das Werk in Stuttgart-Zuffenhausen in der attraktiven und seltenen Farbe Heron Grey mit einem schwarzen Verdeck und einer passenden schwarzen Lederausstattung. Verkauft über Porsche Glöckler in Frankfurt am Main, war sein Erstbesitzer, Hans Gehrken, zu dieser Zeit in Riad, Saudi-Arabien, ansässig – ein interessanter internationaler Standort für den Erstbesitzer des Cabriolets. Zudem ist das Fahrzeug derzeit zwar mit einem 90 PS starken Typ 616/36-Boxermotor aus einem Porsche 912 von 1966 ausgestattet, doch die ursprüngliche Motornummer weist auf die ursprüngliche 75-PS-Super-Spezifikation hin.
Die Historie des Cabriolets reicht bis ins Jahr 1989 zurück, als es sich in Los Angeles, Kalifornien, im Besitz von Paul Hillyer befand. Aus den britischen Unterlagen geht hervor, dass der 356 mit Linkslenkung damals von Hillyer nach England gebracht und dort am 10. November 1992 erstmals zugelassen wurde. Später, im Jahr 1994, wurde das Fahrzeug vom Einlieferer erworben, der sich sehr engagiert um das Fahrzeug kümmerte. Mitte der 1990er Jahre begann er mit einer Reihe von Restaurierungsmaßnahmen, zu denen unter anderem ein überholter Motor sowie eine neue Kupplung, ein neues Schwungrad, ein neuer Kraftstofftank und neue vordere Bremstrommeln gehörten. Zuletzt wurde 2013 von WA Ramsay eine vollständige Innenraumrenovierung in den korrekten und originalen Farben und Materialien durchgeführt, zusammen mit einem neuen Verdeck und einer Neupolsterung.
Seit jeher für seine Kombination aus Fahrkomfort und klassischer Porsche-Dynamik geschätzt, bleibt dieses 1600 Super Cabriolet ein attraktives Exemplar in seiner originalen Farbkombination und dank seines auf 90 PS leistungsgesteigerten luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotors vom Typ 616/36 ein hervorragender Kandidat für weitere Aufwertungen, Ausstellungen des Porsche Club Great Britain (PCGB) und Ausflugsfahrten.
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