Nach Jahren weitgehend schrittweiser Leistungssteigerungen brachte der Carrera 3.2 einen deutlich kräftigeren Leistungszuwachs: 231 PS bei 5900 U/min aus seinem 3,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, dank der Kurbelwelle und der längeren Pleuelstangen des 911 Turbo. Das Drehmoment stieg auf 209 lb-ft bei 4800 U/min. Der 911 durchbrach endlich die 150-mph-Marke, wenn auch nur knapp mit 152 mph. Auch der Carrera wurde digitalisiert, mit computergesteuerter Kraftstoffeinspritzung und RAM-Chips, die sich noch heute manipulieren lassen, um die Kraftstoffzufuhr und die Zündung zu verändern.
Die frühen Carrera 3.2 behielten das Getriebe vom Typ 915 bei, doch 1987 erhielt der 911 das Getriebe, das er nach Meinung vieler wirklich verdient hatte: das Getrag G50, das den 911 bis hin zu den Baureihen 964 und 993 begleiten sollte. Dennoch werden wir hier bei Paul Stephens das Getriebe vom Typ 915 vehement verteidigen. Klicken Sie hier, um herauszufinden, warum. Letztendlich ist der beste Carrera 3.2 – ob mit Typ 915 oder G50 – derjenige, den Sie sich leisten können.
Der Carrera 3.2 erhielt zudem eine deutlich luxuriösere Innenausstattung mit verbesserter Belüftung (immer ein Problem bei luftgekühlten 911ern), Schalldämmung und zwei- bzw. dreifach elektrisch verstellbaren Sitzen. Die tief gepolsterte „Sports“-Version ist nach wie vor einer der besten Sitze, die Porsche je gebaut hat.
Einfach rot
Die definitive Porsche-Farbe der 80er Jahre? Zweifellos ist es Indischrot, bei uns Briten äußerst beliebt und das Aushängeschild einer ganzen Generation.
Dieses erstklassige Exemplar eines Carrera 3.2 stammt aus den USA, was natürlich an der Linkslenkung zu erkennen ist. Im November 1986 an den Porsche-Händler in Newport Beach, Kalifornien, ausgeliefert, ist es eines der letzten Fahrzeuge des Typs 915 und zudem sehr gut ausgestattet, mit der beliebten Sportpaket-Option, also 16-Zoll-Fuchs-Rädern, Bilstein-Stoßdämpfern sowie Front- und Heckspoilern, obwohl bei diesem Carrera der Heckspoiler irgendwann entfernt wurde, um einen klareren, klassischen Look zu erzielen. Und im Gegensatz zu den meisten Fahrzeugen mit britischer Ausstattung aus dem Jahr 1986 verfügt dieses Exemplar auch über die Option einer werkseitigen Klimaanlage, was es zu einem wesentlich alltagstauglicheren Fahrzeug macht.
Zu den weiteren Highlights gehören eine kontrastreiche graue und cremefarbene Lederausstattung mit Sportsitzen, ein werkseitig eingebautes Schiebedach und Tempomat – ideal für die langen US-Highways oder europäischen Autobahnen. Das ist besonders praktisch, da das Fahrzeug nach seiner Ankunft in Großbritannien im Jahr 2014 die letzten Jahre in Spanien verbracht hat.
An diesem speziellen Carrera 3.2 gibt es viel zu schätzen, nicht zuletzt seine Originalität. Der Kilometerstand liegt derzeit bei 66.200, die Lackierung in Indischrot ist original, und Motor sowie Getriebe sind unüberholt und befinden sich, wie man es bei der geringen Laufleistung erwarten kann, in einem Top-Zustand. Da das Fahrzeug den Großteil seines Lebens in wärmeren Gefilden verbracht hat, ist auch die Karosserie in einem ausgezeichneten Zustand, ohne dass Reparaturen anstehen. Rost kann für jeden Porsche dieser Generation zum Verhängnis werden, doch mit der richtigen Pflege kann dieser Carrera 3.2 auf absehbare Zeit in seinem derzeitigen Zustand bleiben.
Auf der Straße
Das volle 911-Erlebnis mit all seinen Eigenheiten, seinem Charme und dem Sound des Sechszylinder-Boxermotors. Es gibt wirklich nichts Vergleichbares, und er passt perfekt auf unsere Straßen in Großbritannien und eignet sich nach wie vor hervorragend als Alltagsauto. Er ist auch ein YouTube-Star und zu sehen im neuesten „911 Generations“-Video des Porsche Club GB. Klicken Sie also hier, wenn Sie dieses Auto in Aktion sehen und hören möchten:
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