Fahrgestellnummer WP0BB2964LS460339
Motornummer 62L09202
Dieser 911 Targa der 964er-Generation begann sein Leben als schwarz-über-schwarzer Carrera 2 aus dem Jahr 1990 und ging nach einem mehrjährigen Umbau als eine der geschmackvollsten Neuinterpretationen des luftgekühlten 911 hervor. Die Arbeiten wurden von zwei Spezialisten aus Pennsylvania, RS-Werks und Sanctuary Speed Shop, im Rahmen eines bis ins Jahr 2024 andauernden, gründlich dokumentierten Programms durchgeführt. Laut dem beiliegenden CARFAX-Fahrzeugverlaufsbericht verbrachte das Spenderfahrzeug den größten Teil seines Lebens in New York, wobei im März 1999 ein Schaden vermerkt wurde und es vor Beginn der Neuaufbereitung rund 73.000 Meilen zurückgelegt hatte.
In der Lackierung „Leaf Green“ mit schokoladenbrauner Innenausstattung sind die Highlights der historischen Farbgebung des Wagens eine sorgfältig zusammengestellte Silhouette mit vom Heritage inspirierten Karosserieveredelungen. Karbon-Stoßfänger im RUF-„Yellowbird“-Stil und eine aufgeklebte Ducktail-Heckklappe verleihen der Karosserie einen aggressiven, motorsportähnlichen Charakter, ergänzt durch Türgriffe aus der 993-Ära, europäische klare vordere Blinker, einen hinteren Mittelreflektor im RUF-Stil sowie einen Satz Braid BZ-Räder mit Michelin Pilot Sport-Reifen. Im Innenraum sind die Highlights die mit Leder und Alcantara ausgestattete Kabine mit BF Torino Nürburgring R-Sportsitzen mit Pepita-Hahnentrittmuster sowie der Teppichboden mit quadratischem Webmuster, die maßgefertigte Mittelkonsole und das überarbeitete Kombiinstrument.
Mechanisch steht ein komplett überholter, luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor im Mittelpunkt, der den Charakter der ursprünglichen Motorarchitektur des 911 bewahrt und gleichzeitig von zahlreichen internen Verbesserungen profitiert. Rechnungen weisen auf einen Mahle-Kolben- und Zylindersatz für den Umbau von 3,6 auf 3,8 hin, Web-Nockenwellen, ARP-Befestigungselemente, ein GT3-Motorriemenscheiben-Kit und einen maßgefertigten Steve-Wong-Chip. Das G50-Getriebe wurde ebenfalls überholt und verfügt nun über einen neuen Zahnkranz mit Hundezähnen im vierten Gang, Billet-Schaltgabeln und ein Wavetrac-Sperrdifferenzial. Das Fahrwerk wurde mit KW Variant 3-Gewindefahrwerken, Stabilisatoren in RS-Spezifikation, einstellbaren Tieferlegungsstangen und Spurstangen zur Korrektur des Bump-Steer-Effekts überarbeitet; die Bremsanlage besteht aus Porsche „Big Red“-Bremssätteln an geschlitzten Bremsscheiben. Das Ergebnis ist ein vertrautes und zugleich geschärftes analoges Fahrerlebnis.
Die Begleitunterlagen sind umfangreich und umfassen detaillierte Teilelisten und Arbeitsrechnungen, die Investitionen von über 275.000 US-Dollar in den Umbau belegen, sowie tägliche Protokolle zum Einbau von Motor und Getriebe und Korrespondenz, in der die im Laufe des Projekts getroffenen Ausstattungsentscheidungen detailliert beschrieben sind. Zum Zeitpunkt der Katalogisierung weist das Fahrzeug seit seiner Fertigstellung lediglich 813 Meilen auf dem Tacho auf. Das Ergebnis ist ein „Restomod“ von echter Alltagstauglichkeit und Qualität, der den analogen Charakter des 964 mit dezenten Leistungssteigerungen und einer historischen Lackierung verbindet, die einen zweiten Blick lohnt. Für den Sammler, der einen luftgekühlten 911 mit Saugmotor und Handschalter sucht, der zum Fahren und nicht zum Bewundern gebaut wurde, ist dieser Targa ein überzeugender Kandidat.