Der während der Hauptrestaurierung eingebaute Luftheberanschluss verbindet die beiden im Innenraum befindlichen Hubzylinder mit dem im Motorraum unter der Motorhaube.
INNENRAUM
Da nur ein einziger Zweck im Vordergrund stand, ist der Innenraum des Cup-Wagens minimalistisch gehalten: roh und sehr laut! In die Carrera Cups floss ein enormes Maß an Porsche-Rennsport-Know-how ein, um Gewicht zu sparen und einen echten Rennwagen zu bauen, der direkt vom Hersteller erworben werden konnte.
Im Mittelpunkt steht ganz offensichtlich ein Recaro SPG-Rennsitz (der Beifahrersitz ist derzeit ebenfalls montiert), der zusammen mit einem Alcantara-Rennlenkrad eingebaut wurde. Die Klimaanlage und das Radio wurden natürlich entfernt, ebenso wie die Sonnenblenden, der Dachhimmel, die Zentralverriegelung, die Alarmanlage, die elektrischen Außenspiegel sowie jegliche Innenraum-Schalldämmung und Teppiche. Es wurden Kopfhörer für Fahrer und Beifahrer eingebaut, die über den ehemals für die beheizbare Heckscheibe verwendeten Hebel gesteuert werden können.
Noch subtiler: Porsche entfernte die Halterungen in der Karosserie zur Befestigung von Innenausstattungsteilen sowie den Tankklappenhebel; diese wurden durch eine Drahtschlaufe ersetzt – so groß war das Engagement für Gewichtsersparnis. Das Fahrzeug verfügt sogar über einen maßgeschneiderten Leichtbau-Kabelbaum, Türgriffe und Verkleidungen aus Stoff, Handschalter für die Fenster, 3 mm dünne Leichtbau-Seiten- und Heckscheiben.
MOTOR & GETRIEBE
Die Motoren der frühen Cup-Fahrzeuge wurden alle mit einer Leistung von 260 horsepower auf Basis der 3,6-Liter-M64/03-Aggregate gefertigt. Sie wurden aus der Serienproduktion entnommen, speziell ausgewuchtet und nach dem „Blueprint“-Verfahren bearbeitet und anschließend nach identischer Leistung sortiert. Die Steuergeräte wurden für zusätzliche Leistung unter Verwendung von 98-Oktan-Kraftstoff neu programmiert, wobei das Motor-Kühlgebläse entfernt und durch einen Kunststoffschlauch ersetzt wurde.
Der Motor, der nach wie vor seine Original-Seriennummer trägt und nach denselben strengen Maßstäben komplett überholt wurde, ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe vom Typ G50/10 in der Spezifikation von 1991 gekoppelt, das über Rennübersetzungen und Stahlsynchronringe verfügt und mit einem Leichtbau-Schwungrad, einer Sportkupplung sowie einem Sperrdifferenzial (LSD) kombiniert ist. Feste Motorlager und härtere Gummilager für das Getriebe reduzierten unnötige Bewegungen unter den höheren Belastungen, die auf der Rennstrecke entstehen.
Das Fahrwerk ist mit speziell entwickelten Bilstein „Cup“-Stoßdämpfern ausgestattet, die exklusiv für Porsche und den 964 Cup konzipiert wurden. Diese wurden mit progressiven Eibach-Federn, größeren und einstellbaren Stabilisatoren sowie steiferen Querlenkerbuchsen und Cup-spezifischen Federbeinlagern kombiniert. Die Fahrhöhe wurde abgesenkt, und Exzenter für den hinteren Sturz ermöglichen eine verbesserte Einstellung der Fahrwerksgeometrie – all dies trägt zu seiner hervorragenden Optik und den überragenden Fahreigenschaften bei.
RÄDER, REIFEN & BREMSEN
Die zeitlosen Cup-1-Räder befinden sich in ausgezeichnetem Zustand und sind mit nahezu neuwertigen Michelin Pilot Sport Cup 2-Reifen bestückt.
Cup-Fahrzeuge wurden mit größeren Bremssätteln und -scheiben in Turbo-Spezifikation ausgestattet, die zur Gewichtsreduzierung an Aluminium-Vorderradnaben befestigt wurden. Bremsscheiben, Bremsbeläge und schwarze Bremssättel sind in gutem Zustand und durch die Leichtmetallfelgen dezent sichtbar.