Heute, nach inzwischen deutlich über 20 Jahren seines Produktions-Stops und der Ablösung durch den 997, kommen mehr und mehr Leute darauf, daß genau dieser 996 trotz seines drastischen Preisanstiegs am insgesamten Weltmarkt am Ende aller Tage immer noch der Porsche ist, mit dem man am meisten “Porsche” fürs Geld erhält.
Die 5-Gang-Tiptronic passt dabei heute mehr als je zuvor in die reale Welt und den üblichen Straßenverkehr. Wer immer noch glaubt, er könne mit dem Schaltgetriebe auch nur einen Meter oder eine 10/tel Sekunde mehr oder schneller beschleunigen, sollte sich besinnen und nachvollziehen, unter welchen Bedingungen von Vollprofi-Testfahrern die paar zehntel Sekunden weniger von 0-100 km/h herausgefahren werden….das ist die schlimmste Tortur für jeden Motor, jedes Schaltgetriebe und vor allem jede manuelle Kupplung. Abgesehen davon, daß man so eine Prozedur als Pilot erstmal fahrerisch umsetzen muß, ist darüber hinaus auch der innere Schweinehund die größte Hürde! Das Auto bewußt zu misshandeln, fällt Testern deutlich leichter, als dem Eigentümer eines Porsche…im ersten Fall kommt das Auto zurück ins Werk und alles wird erneuert. Im zweiten Fall kommt das Auto in die Werkstatt und ein paar tausend Euro sind weg für neue Kupplung usw….
Die tiptronic dagegen bringt das Fahrzeug zwar eine halbe Sekunde langsamer auf 100 km/h, aber das macht sie mit jedem Fahrer hinterm Steuer, ganz unabhängig von seinem Fahrtalent. Sie/er muß nur Gas geben und zuschauen. Den Rest macht der Automat. Zur Not auch 10 Mal hintereinander und auf Abruf bereit.
Das ist aber nur eine der Eigenschaften einer tiptronic. Darüber hinaus erlaubt sie dem Piloten im ganz normalen Alltag, die Schaltung zu vergessen. Man kann das Navigationssystem bespielen, die richtige Playlist aussuchen, telefonieren, einen Powerriegel futtern oder an der Limo nippen. Die Schalthand bleibt frei und man fährt immer noch Porsche. So einfach kann das Leben sein, wenn man sich hinterm Steuer eines Porsche nicht gleich wie Walter Röhrl vorkommt und andere Verkehrsteilnehmer als Gegner wahrnimmt….
Zurück zu unserem angebotenen 996 Mk1:
Dreizehn nachweisbare Inspektionen in 26 Jahren bedeuten bei diesem Wagen nicht bloß Wartung, sondern beinahe Fürsorgepflicht. Die vollständige Dokumentation liegt vor, Winterbetrieb hat dieses Coupé nie kennengelernt – was man dem Unterboden sofort ansieht. Achsen, Aufhängungen, Bremsen, Getriebe und Motor präsentieren sich in einem Zustand, der eher an einen sorgsam konservierten Jahreswagen erinnert als an einen inzwischen klassischen Neunelfer.
Kurz gesagt: kein „gut erhaltener“ 996, sondern ein Porsche, der aussieht, als habe ihn die Zeit aus Versehen ausgelassen.
Genau das macht ihn heute so begehrenswert.
Die präzise Beschreibung und weitere Bilder folgen in Kürze.
mit besten Empfehlungen
Ihr dls-team
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