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Porsche 911 GT3 S/C – Das ist das erste 911 GT3 Cabriolet

14.04.2026 Von Richard Lindhorst
Porsche 911 GT3 S/C – Das ist das erste 911 GT3 Cabriolet

Porsche erweitert das 911-GT3-Aufgebot um ein Modell, das es in dieser Form bislang nicht gab: den Porsche 911 GT3 S/C. Gemeint ist damit ein offener 911 aus der GT-Abteilung mit elektrischem Verdeck – das erste Porsche 911 GT3 Cabriolet. Nachdem es bereits offene GT-Produkte unter den Namen Speedster oder Spyder gab, offeriert Porsche somit erstmals einen echten GT-Elfer mit vollständig elektrischem Verdeck. Wie viel Leistung hat der 911 GT3 S/C? Wie viel wiegt er? Und warum wird das erste 911 GT3 Cabriolet möglicherweise das erste und zugleich letzte seiner Art bleiben?

Eine neue Mischung aus bekannten GT-Zutaten – Der Porsche 911 GT3 S/C bedient sich optisch bei GT3, RS und S/T

Technisch und optisch greift Porsche für das neue Elfer-Derivat tief ins eigene GT-Regal. Der frei saugende 4,0-Liter-Boxer ist ein alter Bekannter. Wie auch im Coupé leistet er 510 PS. Damit bleibt auch das 911 GT3 Sport Cabriolet jener Motoridee treu, die den GT3 seit Jahren ausmacht: Hochdrehzahl-Saugmotor mit extrem direkter Gasannahme, ohne Hybridisierung und mit einem Klang, der seinesgleichen sucht.

Mit Spannung wurde erwartet, welchen optischen Weg Porsche beim ersten 911 GT3 Cabriolet einschlagen würde. Am Ende entschieden sich die Stuttgarter gewissermaßen zu einem Mix aus Teilen der gesamten Modellreihe und seiner Derivate. Die Frontschürze des Porsche 911 GT3 S/C entspricht dem Design des regulären 992.2 GT3. Die vorderen Kotflügel und Türen entsprechen jedoch denen des 911 S/T. Beides hilft durch das zerklüftete Design den Aerodynamikern bei der Luftführung. Die aus Kohlefaser gefertigten Türen haben außerdem klassische, nicht versenkbare Türgriffe und sparen einiges an Gewicht.

Wie viel wiegt der Porsche 911 GT3 S/C?

Mit 1.497 Kilogramm ist der Porsche 911 GT3 S/C gerade mal 30 Kilogramm schwerer als der letzte offene GT-Sportwagen, der 911 Speedster.

Wird der Porsche 911 GT3 S/C in limitierter Stückzahl gebaut?

Nein, der Porsche 911 GT3 S/C ist nicht limitiert.

Auf welchem Modell basiert der Porsche 911 GT3 S/C?

Der Antriebsstrang besteht aus dem regulären 992.2 GT3-Motor und einem kurz übersetzten 6-Gang-Schaltgetriebe. Vom 911 S/T erhielt er Kotflügel, Türen, Räder und Stabilisatoren. Vom GT3 stammen Frontstoßstange und Heckdiffusor.

Wie viel kostet der Porsche 911 GT3 S/C?

Das GT3-Cabriolet kostet ab 269.000 Euro. Damit ist er 60.000 Euro teurer als GT3 und GT3 Touring.

Am Heck mussten die Designer naturgemäß Kompromisse eingehen. Schließlich gibt der Verdeckkasten des Cabriodachs die finale Höhe vor. Die Heckschürze entspricht der des GT3 und beherbergt die beiden mittig angeordneten Endrohre. Darüber liegt der automatisch zum Spoiler ausfahrbare Heckdeckel mit der vom GT3 Touring und 911 S/T bekannten Abrisskante. Um die Motorkühlung auch im Cabrio zu gewährleisten, passte Porsche außerdem das Lüftungsgitter im Heckdeckel an. Es erinnert mehr an den S/T als den Touring und geht in den relativ hohen „Buckel“ des Cabrios über.

Der Porsche 911 GT3 S/C ist weder offener Touring, noch zivilisierter Speedster

Schon vor der Präsentation des GT3 Cabriolets legte Porsche den Fokus auf Fahrspaß. Rundenzeiten sind bei diesem Konzept ohnehin zweitrangig. Es geht schließlich in erster Linie darum, wie man die ohnehin für öffentliche Straßen überzogenen Fahrleistungen erlebt. Entscheidend ist das Fahrgefühl, die Verbindung zum Fahrzeug, das akustische Erlebnis. Das Cabrio wird – im Gegensatz zu den Carrera-Geschwistern – übrigens ausschließlich als Zweisitzer ausgeliefert.

Porsche 911 Gt3 S/C
Das Verdeck des 911 GT3 S/C ist mit Magnesiumflächenspriegeln konstruiert und ermöglicht so eine eigenständige, flache Dachwölbung ohne sichtbare Spriegel unter dem Stoff. Es lässt sich bis zu 50 km/h per Knopfdruck öffnen und schließen.

Deshalb ist Porsches Wahl eines Sechsgang-Schaltgetriebes als serienmäßige Ausstattung auch nicht verwunderlich. Die Kohlefaser-Karosserieteile der nochmals darüber platzierten RS- und S/T-Geschwister erhielt der 911 GT3 S/C sicherlich auch, um das Gewicht so niedrig zu halten, wie es bei einem Euro 6d-Temp-homologierten Cabriolet mit über 500 PS denn möglich ist.

Daher muss man den neuen Elfer aus Porsches GT-Abteilung auch isoliert betrachten. Ein Vergleich mit dem 991 Speedster wäre schon aus Gewichtsgründen unfair. Während der eine ein ausschließlich per Hand zu bedienendes Notbehelf als Verdeck sein Eigen nennt, gewinnt der neue Porsche 911 GT3 S/C beim Thema Nutzwert mit seinem elektrischen Cabriodach haushoch. Gleichzeitig ist er weniger fokussiert als der S/T mit dem RS-Antriebsstrang als Basis. Vielleicht ist er gerade deshalb eine willkommene Zwischenlösung – weniger extrem als Speedster und S/T, aber mit mehr akustischem Erlebnis als im GT3 Touring.

510 PS wie im 911 GT3, ausschließlich mit besonders kurz abgestuftem 6-Gang-Schaltgetriebe

Der Motor stammt, anders als beim 911 S/T nicht aus dem GT3 RS, sondern dem GT3 und leistet 510 PS Spitzenleistung. Gekoppelt wird der Antrieb mit einem besonders kurz übersetzten 6-Gang-Schaltgetriebe. Das sorgt nicht nur für geringeres Gewicht als mit Porsche Doppelkupplungsgetriebe, sondern auch für noch mehr analoge Verbindung zwischen Fahrer und Porsche 911 GT3 S/C.

Porsche 911 Gt3 S/C Interieur

„Fahrspaß, den man bei einem offenen Auto bisher kaum erleben konnte“

Für Andreas Preuninger, Leiter von Porsches GT-Abteilung, bildet der neue 911 GT3 S/C den Maßstab in Sachen Fahrdynamik für Cabrios. „Zum ersten Mal kommt beim 911 GT3 S/C bei einem offenen Neunelfer die Doppelquerlenker-Vorderachse zum Einsatz. In Kombination mit den besonders Grip-starken Sportreifen und dem niedrigen Gewicht bietet das Auto auf kurvigen Straßen einen Fahrspaß, den man bei einem offenen Auto bisher kaum erleben konnte“, sagt Porsches GT-Chef.

Porsche 911 Gt3 S/C

Zum ersten Mal kommt beim 911 GT3 S/C bei einem offenen Neunelfer die Doppelquerlenker-Vorderachse zum Einsatz. In Kombination mit den besonders Grip-starken Sportreifen und dem niedrigen Gewicht bietet das Auto auf kurvigen Straßen einen Fahrspaß, den man bei einem offenen Auto bisher kaum erleben konnte.

Andreas Preuninger, Leiter GT-Abteilung bei Porsche

Wer es noch exklusiver mag, kann das sogenannte Street Style Paket bestellen. Dieses aus der Porsche Exclusive Manufaktur stammende Paket bietet zahlreiche Akzente, die aus dem ersten Cabrio der GT-Abteilung ein nochmals exklusiveres Modell machen. Es beinhaltet Dekorgrafiken auf den vorderen Kotflügeln und den Seitenschwellern in der Farbe Pyrored. Innen veredelt Porsche Exclusive den 911 GT3 S/C mit Bicolor-Leder in Schiefergrau/Indischrot und setzt Sitzmittelbahnen mit vierfarbigem Flechtleder in Schiefergrau, Indischrot, Magnesiumgrau und Kalahari ein.

Der Porsche 911 GT3 S/C ist der erste und vielleicht auch letzte seiner Art – aber nicht limitiert

Dass Porsche dieses Modell gerade jetzt bringt, dürfte kein Zufall sein. Der 911 GT3 S/C erscheint in einem Moment, in dem der klassische Hochdrehzahl-Saugmotor längst nicht mehr selbstverständlich ist. Es ist womöglich die letzte Gelegenheit, ein verhältnismäßig leichtes Auto mit hoch drehendem Saugmotor, ohne Turbolader oder Hybridtechnik auf den Markt zu bringen. Insofern scheint der 911 GT3 S/C nicht nur der erste seiner Art zu sein, sondern möglicherweise der bewusste Schlusspunkt einer Entwicklung, die Porsche über Jahre perfektioniert hat.

Anders als die bisherigen Sondermodelle auf GT3-Basis namens Speedster oder S/T wird es diesmal allerdings keine Limitierung geben. Der Porsche 911 GT3 S/C kann also möglicherweise auch ohne lange Porsche-Bestellhistorie im nächstgelegenen Porsche Zentrum geordert werden. Dafür müssen Kunden allerdings mindestens 269.000 Euro auf den Tisch legen.

Es ist womöglich die letzte Gelegenheit, ein verhältnismäßig leichtes Auto mit hoch drehendem Saugmotor, ohne Turbolader oder Hybridtechnik auf den Markt zu bringen. Insofern scheint der 911 GT3 S/C nicht nur der erste seiner Art zu sein, sondern möglicherweise der bewusste Schlusspunkt einer Entwicklung, die Porsche über Jahre perfektioniert hat.

© Porsche AG

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