Das Rezept war wunderbar einfach. Ein größerer Bohrungsdurchmesser von 97 mm, Mahle-Kolben, höhere Verdichtung, eine auf den Turbo abgestimmte Kühlung, Dilavar-Zylinderkopfbolzen, erhöhter Kraftstoffdruck, ein größerer Ölkühler und ein längerer fünfter Gang. Das Ergebnis war ein 3.122-ccm-Sechszylinder-Boxermotor mit rund 210 bhp, der dem SC im Grunde die Leistung verlieh, die er von Anfang an hätte haben sollen.
Ferry Porsche soll dem Projekt seinen Segen gegeben haben, allerdings unter einer Bedingung: Diskretion. Keine Werbung. Kein Aufsehen. Nichts, was unnötige Aufmerksamkeit erregen würde.
Porsche führte nie ein endgültiges Produktionsregister, da die Unterlagen zu diesem Programm später vernichtet wurden. Schätzungen zufolge wurden nur 100 bis 150 Fahrzeuge ausgeliefert, von denen angeblich etwa die Hälfte an Porsche-Mitarbeiter ging.
Unser roter Targa, der am 11. April 1980 neu an seinen ersten deutschen Besitzer ausgeliefert wurde, verfügt über das einzige Dokument, auf das es wirklich ankommt: das originale Werksschreiben von Porsche, das den 3,1-Motor bestätigt.
Nach mehr als 40 Jahren ist es schon selten genug, eines dieser Fahrzeuge zu finden. Eines zu finden, bei dem die Werksbestätigung noch in den Unterlagen vorhanden ist, ist etwas ganz anderes.
Fünf Besitzer seit der Erstzulassung
Teile: Original-Werkslackierung
Wartungsheft
Umfangreiche Historie
Porsche-Echtheitszertifikat
Original-Werksbrief 3.1
Der Kilometerzähler wurde Anfang der 1990er Jahre ausgetauscht; die vorliegenden Unterlagen weisen auf etwa 120.000 km mehr hin, als derzeit angezeigt werden.
Es handelt sich um einen der „geheimen 911er“ – einen vom Werk genehmigten, von Porsche entwickelten Hot Rod, der zu einer Zeit gebaut wurde, als Porsche angeblich versuchte, den 911 vom Markt zu nehmen.
Selten und wirklich cool.