Die GT-Modelle waren mit 911S-Bremsen (und bei Langstreckenrennen sogar mit 908-Bremsen), zusätzlichen Fahrwerksverstärkungen, verbreiterten Stahlkotflügeln, einem vorne montierten Ölkühler und Glasfaser-Stoßfängern ausgestattet. Der 914-6 GT war eine für den Rennsport konfigurierte Version des 914-6, wobei das Werk das GT-Paket als Option anbot. Er wurde schnell als 914-6 GT bekannt und mit verschiedenen Motorvarianten im Rennsport eingesetzt.
Dazu gehörte die „T“-Spezifikation, bei der ein 911-Basismotor zum Einsatz kam. Eine weitere beliebte Konfiguration war ein umgebauter Carrera-6-Motor. Zum Leidwesen des 914/6 konnte man für denselben Geldbetrag einen 2,5-Liter-Renn-911 kaufen, der seinem Besitzer deutlich bessere Chancen auf ein gutes Rennergebnis bot. Folglich wurden relativ wenige 914er bei Rennen eingesetzt, was sie heute besonders selten macht.
Das Fahrzeug ist mit 914-GT-Sportsitzen ausgestattet, die heute besonders selten und äußerst schwer zu finden sind. Der Anlasser wurde kürzlich ausgetauscht, und die Windschutzscheibe ist brandneu und besteht aus einem Original-Porsche-Teil.
Für den Motor wurde ein 901/6-Motorblock aus Aluminium anstelle des ursprünglichen Magnesiumblocks gewählt. Diese Lösung trägt dazu bei, die bei historischen Magnesium-Motorblöcken häufig auftretenden Probleme mit Ölsickern und -austritt zu verringern und bietet gleichzeitig eine hervorragende Grundlage für diesen leistungsorientierten Umbau.
Dieser 914 GT/6 Tribute bietet ein wahrhaft fesselndes Fahrerlebnis. Er zeichnet sich durch seine Ausgewogenheit, Präzision, Leistung, sein geringes Gewicht und seine Effizienz aus und bewahrt dabei den unverwechselbaren Charakter, der Mittelmotor-Sportwagen so besonders macht.
Der faszinierende Klang des Sechszylinder-Boxermotors ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Erlebnisses. Das Getriebe ist für einen 914 bemerkenswert präzise, und das Gesamtpaket sorgt für ein unmittelbares und äußerst kommunikatives Fahrerlebnis.
Dies ist ein Auto, das dafür konzipiert ist, gefahren und genossen zu werden, anstatt nur bewundert zu werden. Die Qualität seiner Restaurierung, seine mechanische Vorbereitung, das verstärkte Fahrwerk und die Seltenheit einiger seiner Komponenten machen ihn zu einem besonders gelungenen Umbau.
Dieser Porsche 914 GT/6 Tribute wurde kürzlich von Porsche France mit einem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet, womit die Qualität seiner Restaurierung, die Liebe zum Detail bei der Vorbereitung und die außergewöhnliche Gesamtumsetzung des Projekts gewürdigt wurden.
Die Kosten für eine derart umfassende Restaurierung, Leistungsaufbereitung und Optimierung wären heute außerordentlich hoch, wenn nicht gar unerschwinglich.
Motor
Dieser Porsche 914/6 profitiert von einem sorgfältig entwickelten Motoraufbau auf Basis eines 901/6-Motors, der auf 2.200 cm³ aufgebohrt und mit längerem Hub versehen wurde. Das Verdichtungsverhältnis wurde zudem auf 10:1 erhöht, was sowohl die Leistung als auch das Ansprechverhalten verbessert.
Der Motor wird von zwei Hochleistungs-Weber-IDA-40-Vergasern gespeist, kombiniert mit einer Rennauspuffanlage mit separaten Krümmern. Zum Umbau gehören außerdem ein ausgewuchtetes und leichtes Schwungrad, eine Facet-Kraftstoffpumpe mit hohem Durchfluss sowie ein Facet-Kraftstoffdruckregler.
Eine elektronische MSD-Zündung rundet die Motorvorbereitung ab. Die Motorölkühlung wurde zudem durch einen frontseitig montierten Ölkühler verbessert, der mit einem Luftleitblech ausgestattet ist, das vom System des ursprünglichen 914 GT inspiriert ist.
Getriebe
Das Getriebe basiert auf einem 901-Dog-Leg-Getriebe aus einem Porsche 914 von 1971, kombiniert mit einem Quaife-Sperrdifferenzial. Ein Porsche-Quickshift-System verkürzt den Schaltweg und sorgt für präzisere Schaltvorgänge, was den sportlichen Charakter des Fahrzeugs weiter unterstreicht.
Fahrwerk und Aufhängung
Das Fahrwerk wurde nach den Prinzipien des ursprünglichen 914 GT verstärkt, einschließlich zusätzlicher Blechverstärkungen um die hinteren Längsträger herum und über den gesamten unteren Bereich des Fahrgastraums hinweg.
An der Vorderachse ist die 911 3.2-Vorderradaufhängung mit Bilstein-Sportdämpfern und Torsionsstäben mit einem größeren Durchmesser von 24 mm ausgestattet. Ein einstellbarer Weltmeister-Stabilisator verbessert die Fahrpräzision und Karosseriekontrolle zusätzlich.
Am Heck bleibt die Originalaufhängung des 914 erhalten, die mit Koni-Racing-Dämpfern und einem Stabilisator vom Porsche 914/6 aufgerüstet wurde. Diese Kombination sorgt für ein strafferes, präziseres Fahrwerk und bewahrt gleichzeitig die charakteristische Ausgewogenheit eines Mittelmotor-Sportwagens.
Bremsanlage
Die vorderen Bremsen wurden mit Komponenten eines 911 3.2 aufgerüstet, die mit Ferodo DS2500-Bremsbelägen ausgestattet sind und unter anspruchsvollen Fahrbedingungen eine höhere Bremsleistung sowie eine verbesserte Hitzebeständigkeit bieten.
Die originale Hinterradbremsanlage wurde beibehalten und durch ein einstellbares Bremskraftverteilungsventil ergänzt, um die Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse fein abzustimmen.
Gewichtsreduzierung und Ausstattung
Im Einklang mit dem Fokus auf Leistung und Gewichtsreduzierung wurde die elektrische Anlage vereinfacht. Die Frontscheinwerfer wurden auf ein System mit Handschaltern umgerüstet, wodurch der ursprüngliche elektrische Mechanismus entfällt und zur Gesamtgewichtsersparnis beiträgt.
Zusammen mit der Fahrwerksverstärkung, dem verbesserten Kühlsystem, der optimierten Kraftstoffzufuhr und der elektronischen Zündung folgt die gesamte Ausstattung einer klar leistungsorientierten Philosophie.
Das Ergebnis ist ein umfassend optimierter Porsche 914/6 Mittelmotor-Sportwagen, der den Charakter des Sechszylinder-Boxermotors mit einem sportlichen Getriebe mit enger Übersetzung, einem verstärkten Fahrwerk und einem verbesserten Bremssystem verbindet.
Zusatzausstattung
Das Fahrzeug ist zudem mit einem Sicherheitsgurt-Befestigungssystem ausgestattet, das die Fahrwerksverstärkung und den allgemeinen Fokus auf Leistung und Sicherheit ergänzt.
Ein Paar CIBIÉ-Zusatzscheinwerfer rundet seinen authentischen, vom Rennsport inspirierten Look ab.