Porsche 935

Porsche 935

Rennwagen, 1979

Highlights

  • Die einzige 935 Kremer K3 Straßenversion ab Werk
  • Vollständig fahrbereit
  • Originalzustand des In- und Exterieur

Die einzige 935 Kremer K3 Straßenversion ab Werk

  • Beauftragt und gefahren von legendären F1 Teambesitzer und Motorsportikone Walter Wolf
  • Umfangreiche technische Restauration für über 150.000 € durch Kremer Racing
  • Originalzustand des In- und Exterieur
  • Gefahrene Höchstgeschwindigkeit von 338 km/h
  • Vollständig fahrbereit
  • Einzigartiger Teil der Porsche Historie
  • Einmalige Gelegenheit für Sammlungen der Königsklasse
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Das Fahrzeug im Detail

Kremer Racing

Kremer Racing zählt zu den bedeutendsten privaten Rennteams der deutschen Motorsportgeschichte und prägte insbesondere die goldene Ära des Langstreckenrennsports in den 1970er und 1980er Jahren nachhaltig. Das von den Brüdern Erwin und Manfred Kremer gegründete Team entwickelte sich aus einem kleinen Porsche Betrieb in Köln zu einer weltweit anerkannten Motorsportadresse, deren Name bis heute eng mit Innovation, Leidenschaft und außergewöhnlichen Erfolgen verbunden ist. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Kremer Racing als Privatteam immer wieder gegen große Werksteams antreten und sich auf höchstem internationalen Niveau behaupten konnte. Die Grundlage des Erfolgs bildete die enge Verbindung zu Porsche. Bereits früh spezialisierte sich Kremer Racing auf die Entwicklung, Vorbereitung und den Einsatz leistungsstarker Porsche Rennfahrzeuge. Dabei beschränkte sich das Team nicht darauf, Fahrzeuge lediglich einzusetzen, sondern entwickelte viele Konzepte eigenständig weiter. Kremer verstand es, bestehende Porsche Plattformen konsequent zu optimieren und an die Anforderungen des internationalen Motorsports anzupassen. Genau diese Kombination aus technischem Verständnis, Innovationsgeist und Rennsporterfahrung machte das Team zu einer festen Größe im Langstreckensport.

In den 1970er Jahren etablierte sich Kremer Racing zunehmend bei renommierten Rennveranstaltungen wie der Deutschen Rennsport Meisterschaft, der Interserie und vor allem bei den 24 Stunden von Le Mans. Dort traf das Team auf die größten Hersteller und die besten Fahrer der Welt. Trotz begrenzterer Mittel gelang es Kremer Racing immer wieder, konkurrenzfähige Fahrzeuge an den Start zu bringen und mit intelligenten technischen Lösungen zu überraschen. Der absolute Höhepunkt der Teamgeschichte folgte im Jahr 1979 mit dem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Dieser Erfolg gilt bis heute als einer der größten Triumphe eines privaten Rennteams in der Geschichte des Langstreckenrennsports. Eingesetzt wurde der legendäre 935 K3, ein von Kremer Racing eigenständig weiterentwickeltes Fahrzeug auf Basis des Porsche 935. Der Zusatz „K3“ stand dabei für die dritte Evolutionsstufe der Kremer Entwicklung und symbolisierte den hohen technischen Anspruch des Teams. Der 935 K3 unterschied sich in vielen Bereichen deutlich von den Werksfahrzeugen. Kremer Racing optimierte Aerodynamik, Gewicht, Kühlung und Fahrverhalten und schuf damit ein Fahrzeug, das perfekt auf die Anforderungen von Le Mans abgestimmt war. Besonders die markante Karosseriegestaltung und die ausgefeilte Aerodynamik machten den K3 zu einem der ikonischsten Rennwagen seiner Zeit. Gleichzeitig überzeugte das Fahrzeug durch hohe Zuverlässigkeit und enorme Geschwindigkeit über lange Distanzen hinweg.

Beim Rennen 1979 gelang es den Fahrern Klaus Ludwig sowie Bill und Don Whittington, den K3 gegen starke Konkurrenz zum Gesamtsieg zu führen. Dieser Erfolg war aus mehreren Gründen außergewöhnlich. Zum einen handelte es sich um einen Triumph eines privaten Teams gegen etablierte Werkseinsätze, zum anderen bleibt der Kremer K3 bis heute der einzige heckmotorisierte Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans. Der Sieg machte Kremer Racing weltweit bekannt und festigte den Ruf des Teams als eines der innovativsten und erfolgreichsten Privatteams seiner Zeit. Auch in den folgenden Jahren blieb Kremer Racing im internationalen Motorsport aktiv und entwickelte weiterhin eigene Rennfahrzeuge und Evolutionsstufen. Fahrzeuge wie der CK5 oder spätere Le Mans Prototypen zeigten, dass das Team stets bereit war, neue technische Wege zu gehen. Darüber hinaus engagierte sich Kremer Racing in verschiedenen internationalen Rennserien und arbeitete mit zahlreichen bekannten Fahrern zusammen. Heute besitzt Kremer Racing einen besonderen Platz in der Motorsportgeschichte. Das Team steht exemplarisch für eine Zeit, in der private Rennställe mit Kreativität, technischem Können und Leidenschaft die größten Bühnen des Motorsports erobern konnten. Vor allem der Le Mans Sieg des K3 bleibt bis heute ein Symbol für den außergewöhnlichen Pioniergeist und die Wettbewerbsfähigkeit von Kremer Racing.

Der Kremer K3 Le Mans

Er ist neben den zwölf Rennfahrzeugen die einzige von Kremer gebaute K3 Straßenversion und die außergewöhnlichste Interpretationen des legendären Porsche 935 die kompromisslose Renntechnik mit Straßentauglichkeit verbindet. Fertiggestellt wurde das Fahrzeug 1984 auf Basis des berühmten 935 K3, genau wie jener, mit welchem Kremer Racing 1979 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Walter Wolf, ein Unternehmer, Formel 1 Teamchef und Motorsport Ikone, ließ sich von den Brüdern Kremer ein individuelles Straßenfahrzeug aufbauen, das die Technik und Erscheinung des Le Mans Siegers nahezu unverändert übernehmen sollte. Walter Wolf war bereits in den 1970er Jahren eine bekannte Persönlichkeit im internationalen Motorsport. Mit seinem eigenen Formel 1 Team feierte er Grand Prix Siege. Gleichzeitig entwickelte Wolf eine große Begeisterung für Hochleistungsfahrzeuge und insbesondere für den 935 K3 von Kremer Racing. Nach dessen legendären Le Mans Gesamtsieg entschied er sich dazu, einen eigenen K3 für den Straßeneinsatz bauen zu lassen. Das Ergebnis war eines der radikalsten straßenzugelassenen Fahrzeuge aller Zeiten. Der sogenannte Kremer K3 Le Mans behielt die extreme Gruppe 5 Karosserie mit den markanten Kotflügelverbreiterungen, den großen Lufteinlässen und dem riesigen Heckflügel nahezu unverändert bei. Lackiert wurde das Fahrzeug in einem charakteristischen Mitternachtsblau mit rot goldenen Akzenten und Walter Wolfs persönlichem W-Emblem.

Technisch basierte das Fahrzeug auf dem 935 K3 mit luftgekühltem Sechszylinder Boxermotor und doppelter KKK-Turboaufladung. Dieser Motor leistete 740 PS bei lediglich 1.175 Kilogramm Fahrzeuggewicht. Die Kraftübertragung erfolgte über ein 4-Gang Kopfstandsgetriebe auf die Hinterräder. Technisch identisch zum Rennauto. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 338 km/h gehörte der Wagen Mitte der 1980er Jahre zu den schnellsten straßenzugelassenen Fahrzeugen weltweit und schlug sogar den Ferrari F40. Besonders faszinierend war die Mischung aus kompromissloser Renntechnik und luxuriösen Details. Während Fahrwerk, Aerodynamik und Motor nahezu vollständig aus dem Motorsport übernommen wurden, erhielt das Fahrzeug eine Lederausstattung, eine hochwertige Audioanlage sowie zahlreiche individuelle Anpassungen nach Walter Wolfs Vorstellungen, wie elektrische Fensterheber. Dennoch blieb der Charakter des K3 extrem roh und motorsportorientiert. Zeitgenössische Berichte beschrieben das Fahrerlebnis als brutal, laut und ungefiltert. Wie ein Le Mans Rennwagen mit Nummernschildern anstelle eines klassischen Straßensportwagens, sagte ein Journalist, welcher 1986 den berühmten Zeitungsartikel “Das blaue Wunder” für die Auto-Motor-und-Sport verfasste, welcher vorliegt. Walter Wolf fuhr den K3 Le Mans über 9.000 Kilometer quer durch ganz Europa, bis er das Fahrzeug 1987 in die Schweiz an den Sammler und ehemaligen Rennfahrer Angelo Pallavicini verkaufte.

Dieser behielt den Kremer für viele Jahrzehnte, bis er Mitte der 2010er Jahre in die Hände von Mechatronik gelangte, wo er ein weiteres Jahrzehnt als Teil der hauseigenen Sammlung eingelagert blieb. Im Sommer 2024 trafen wir die Entscheidung das Fahrzeug in einen fahrbaren Zustand zurückzuversetzen. Für diesen Zweck wurde der K3 Le Mans zu seinem Erschaffer Kremer Racing geliefert, welche erfolgreich über zwei Jahre hinweg für 150.000 € die aufwendige mechanische Restauration durchführten. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt den Originalzustand des Fahrzeugs beizubehalten. Zu Ehren und ganz im Sinne des Erstbesitzers Walter Wolf führte das Mechatronik Team als Härtetest ohne technische Probleme einen dreitägigen Roadtrip von Pleidelsheim in Deutschland über die Dolomiten bis an den Comer See in Italien durch, wo der Kremer K3 Le Mans zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt der Öffentlichkeit beim Fuori Concorso mit einer Laufleistung von 10.250 Kilometern präsentiert wurde. Bis heute gilt Walter Wolfs Kremer K3 Le Mans als eine Ikone der Turbo Ära und eines der spektakulärsten Einzelstücke der Porsche Geschichte, wie der 917K von Count Rossi, die 98er 911 GT1 Straßenversion und der 963 RSP. Das Fahrzeug verkörpert eine Zeit, in der nahezu grenzenlose Leistung, kompromisslose Aerodynamik und individueller Motorsport Lifestyle auf einzigartige Weise miteinander verschmolzen. Gleichzeitig erinnert der Wagen an die außergewöhnliche Innovationskraft von Kremer Racing und an den legendären Le Mans Triumph des 935 K3, der bis heute als einer der größten Erfolge eines privaten Rennteams aller Zeiten gilt.

Für Detailfragen steht Ihnen unser Verkaufspersonal jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grundsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.

 

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Fahrzeugdaten

Baujahr: 1979
Erstzulassung: April 1984
Modell: 935
Karosserie: Rennwagen
Baureihe: 935
Laufleistung: 10.250 km
Leistung: 740 PS
Hubraum: 3,0 Liter
Lenkung: links
Getriebe: Manuell
Antrieb: Heckantrieb
Kraftstoff: Benzin
Innenmaterial: Leder
Innenfarbe: Blau
Außenfarbe: Blau
Hersteller Farbbezeichnung (außen): Mitternachtsblau
Zustand: Unfallfrei
Neu / gebraucht: Gebrauchtwagen
Fahrbereit: ja
Anzahl Fahrzeughalter: 3
Fahrzeugstandort: DEDeutschland
Elferspot ID: 6008342

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