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Ein Porsche 911 auf dem höchsten Vulkan der Welt

04.11.2022 / Von Richard Lindhorst
Ein Porsche 911 auf dem höchsten Vulkan der Welt

Nur wer sich selbst immer wieder auf’s Neue herausfordert, wird auch besser. Das beherzigt kaum ein Hersteller so sehr wie Porsche. Als neueste Challenge hat Porsche sich daran gewagt, den höchsten Vulkan der Welt zu erklimmen. Und was für ein Auto wurde eingesetzt? Natürlich ein Porsche 911. Das Team von RD Limited, rund um den dreifachen Le-Mans-Sieger Romain Dumas, fuhr den Elfer auf sage und schreibe 6.007 Höhenmeter.

Für den ersten Test wählte das Team den Ojos del Salado in Chile

Porsche stellte sich und seine Autos immer wieder extremen Herausforderungen. In den vergangenen sechs Jahrzehnten wurden die Stuttgarter Sportwagen bei allen erdenklichen Gelegenheiten auf die Probe gestellt. Egal, ob bei der Rally Dakar, der Safari, den 24h von Le Mans und der Nordschleife oder bei Erprobungen am Polarkreis. Doch diesmal war nicht die Stoppuhr der Gegner, sondern das Gelände selbst.

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Denn Dumas führte sein Team am letzten Oktoberwochenende 2022 auf den Weg in die chilenischen Anden. Dort unterzogen sie zwei speziell aufgebaute Porsche 911 einem Extremtest. In der Atacamawüste sollten sie den höchsten aktiven Vulkan der Welt erklimmen, den Ojos del Salado. Kaum ein anderer Ort auf der Welt stellt Mensch und Material derart auf die Probe. Durch Temperaturen bis zu -30°C und extrem dünne Luft wachsen dort nicht ein mal Pflanzen.

Schon beim ersten Test stellte die Truppe einen Höhenrekord für Porsche auf

Eigentlich als Test geplant, entpuppte sich die Expedition schon bald als Rekordfahrt. Mit Romain Dumas am Steuer überquerte einer der beiden Porsche 911 die magische Marke von 6.000 Metern. Erst bei 6.007 Metern machten unpassierbare Eiswände ein Fortkommen unmöglich. Höher war noch nie ein Porsche auf eigener Achse unterwegs.

“Das war ein unvergesslicher und besonderer Moment an diesem Ort, der gleichermaßen atemberaubend schön wie unbarmherzig ist. Höher als wir waren heute wohl nur die Flugzeuge. Vom ersten Meter an hat sich der 911 robust und agil angefühlt. Wir haben uns nicht geschont und haben dem Auto alles abverlangt.“

Romain Dumas, RD Limited Teamchef und dreifacher Gesamtsieger bei den 24h von Le Mans

Als Basis dienten zwei Porsche 992 Carrera 4S

Michael Roesler, Leiter Gesamtfahrzeug Baureihe 911, wurde von keinem geringeren als Frank-Steffen Walliser, Leiter Gesamtfahrzeug-Architektur und Eigenschaften der Porsche AG, mit diesem speziellen Projekt betraut. Die Entwicklungsrichtung war dabei klar: Einen Porsche 911 zu konstruieren, der nahezu allen erdenklichen Widrigkeiten und Höhen trotzen kann.

Unterstützung erhielt Roeslers Ingenieursteam durch die Truppe von RD Limited. Als Basisfahrzeuge dienten zwei Porsche 992 Carrera 4S. Das Chassis des aktuellen 911 ist einerseits leicht und andererseits robust genug, um auch in extremer Höhe zu bestehen. Zum Schutz der Fahrer montierten die Techniker einen Überrollkäfig und Schalensitze mit speziellen Sicherheitsgurten.

Den Motor des Porsche 992 Carrera 4S veränderten die Ingenieure nicht

Die kreativen Tüftler installierten außerdem Portalachsen, um bis zu 350 Millimeter Bodenfreiheit zu ermöglichen. Die Getriebeübersetzung der manuellen Sieben-Gang-Schaltbox verkürzte die Mannschaft zugunsten der extrem großen, 310 Millimeter breiten Offroad-Räder deutlich. Der 450 PS starke 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor blieb hingegen unverändert.

Nur am Kühlsystem legte die Truppe Hand an. Um sie vor Beschädigungen zu schützen, verlegte Roeslers Team die Kühler von der Fahrzeugfront ins obere Fahrzeugheck. Ein weiteres Zugeständnis an die Offroad-Fähigkeiten: der komplette Unterboden wird durch Verkleidungen aus Aramidfasern geschützt.

Die Expeditions-Elfer erhielten auch Teile aus dem Rennsport

Wer denkt, es handelte sich bei den Elfern um Traktoren im 911-Gewand, der irrt gewaltig. Die Technik geht in Teilen sogar auf den Rennsport zurück. Porsche Warp-Connector heißt eins der Highlights. Selbst bei extremen Verschränkungen der Achsen wird damit eine Verbindung zwischen allen Rädern sichergestellt. So bleiben die Achslasten auch unter Extrembedingungen möglichst konstant.

Auch ein steer-by-wire System ist mit an Bord. Eine mechanische Verbindung von Lenkrad zu Rädern gibt es in diesen Fahrzeugen nicht mehr. Auch die Karosserie erhielt umfangreiche Veränderungen, um die großen Räder, Differenzialsperren und eine Seilwinde im Vorderwagen zu beherbergen.

Weitere Abenteuer für die 911-Prototypen sind schon angekündigt

„Es war etwas ganz Besonderes einen 911 zu konstruieren, wie ihn die Welt noch nie gesehen hat. Möglich gemacht hat das ein kleines Team von begeisterten Ingenieuren. Der 911 hat sich bereits auf der Rennstrecke und natürlich auf der Straße erfolgreich bewiesen. Und nun auch unter extremen Offroad-bedingungen“ sagte Roesler.

Romain Dumas richtete ging noch einen Schritt weiter. Typisch Rennfahrer richtete er den Blick direkt nach vorn. Er hoffe, dass die Truppe sich künftig auf weitere solcher Abenteuer freuen könne. Ins gleiche Horn bläst auch Frank-Steffen Walliser: “Projekte wie dieses zeichnen Porsche aus. Das Team hat in Chile nach den Sternen gegriffen, und diesem ersten Abenteuer werden hoffentlich weitere folgen“, lässt er verlauten.

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© Porsche

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