Dieser 1971er 911 T ist kein typisches Backdate — er ist ein Update. Seit 15 Jahren in einer Hand, wurde dieser Elfer von 1971 nicht restauriert, sondern konsequent weiterentwickelt. Die Philosophie dahinter: das leichte, reine F-Modell als Basis beibehalten und Stück für Stück zur vollwertigen 2,7 RS Replica verfeinern — mit deutlich mehr Motor, als die RS-Vorlage je hatte.
Zuerst der Lack. Gulfblau — eine Entscheidung, die keine Erklärung braucht. Dann das überholte SC-Fahrwerk mit 27-mm-Drehstäben hinten und die 930-Turbo-Bremsanlage rundum: eine Kombination, die das Auto standfest und sicher macht, auch wenn der Adrenalinpegel steigt. Das überholte 915er-Getriebe mit WEVO-Shifter sorgt für präzise, kurze Schaltbewegungen.
Das Herzstück ist der Motor: ein auf 3,4 Liter vergrößerter 3,2er Carrera, top-end überholt. Tolles Ansprechverhalten durch Heißfilm, programmierten DME Chip und SSI Krümmer. Die Folge: ca 250 PS aus einem Triebwerk, das im leichten F-Modell-Kleid eine völlig andere Dimension entwickelt als in schwereren Trägern. Der Sound der Dansk-Anlage ist dabei kein Nebenprodukt, sondern Programm.
Für die Rennstrecke sind am Überrollbügel zusätzliche 4-Punkt-Gurte montiert, 15-Zoll-Semi-Slicks von Toyo sorgen für den nötigen Grip.
Und wer nach dem Trackday gemütlich nach Hause fahren möchte: Die Deser-Schalensitze nach historischem Vorbild sind komfortabler als ihr Aussehen vermuten lässt, das Schiebedach lädt zum Cruisen ein, die schwarze Nadelfilz-Innenausstattung setzt den richtigen Ton. Kein Rennkäfig, kein Sparco-Overkill — ein komplett durchdachtes Fahrzeug und ein echter Hingucker.
Zuletzt überarbeitet wurde das Getriebe, danach ein kompletter großer Service beim Lufti Experten ELEVEN Munich, inklusive frischem TÜV auf dem H-Kennzeichen. Elektrik komplett überholt, Fahrzeug professionell innen wie außen aufbereitet. Dem 911 fehlt nichts — außer einem neuen Besitzer.
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