Jener klassische Bügel ist noch immer da, doch der 992.2 lässt das Dach heute in einer Ballettvorstellung aus Glas und Mechanik entfalten, bei der man beinahe applaudieren möchte. Fünfzehn Sekunden Theater, jedes Mal aufs Neue. Es gibt Menschen, die ihn allein für das Publikum auf einer Terrasse öffnen. Ich verurteile das nicht. Ich verstehe es vollkommen.
Gut, zurück zu dem Wagen, der hier gerade glänzt. Der von uns angebotene 911 Targa 4S ist Modelljahr 2026, ausgeliefert beim Porsche Zentrum Hagen am 16. März jenes Jahres, und gehüllt in Aventurine Green Metallic. Und dabei möchte ich kurz verweilen, denn diese Farbe ist kein bloßes Grünchen. Aventurine ist jenes tiefe, waldartige Grün, das im Schatten fast schwarz wirkt und in der Sonne plötzlich zu Smaragd wird.
Es ist die Farbe, die sagt: Ich weiß genau, was ich bin, ich muss nicht schreien. Rot ist für Menschen, die Aufmerksamkeit wollen. Aventurine Green ist für Menschen, die sie bereits haben und nichts damit anfangen müssen.
Über dem Heck liegt der bekannte Biturbo-Sechszylinder-Boxer, hier gut für 480 PS, gekoppelt an das PDK und den Allradantrieb, der den 4S zu einem so trügerisch mühelos schnellen Wagen macht. Trügerisch, weil man bei dieser 992-Generation erst merkt, wie schnell man fährt, wenn man auf den Tacho schaut und einmal schluckt. Der Boxer ruft noch immer mit jenem typischen Porsche-Timbre, irgendwo zwischen einer knurrenden Orgel und einem angreifenden Hummelschwarm, nur tut er es jetzt mit einer Spur mehr Kultiviertheit als früher.
Erwachsen geworden, aber der Schalk steckt noch drin.
Dieser ist fabrikneu im reinsten Sinne des Wortes. Ausgeliefert vom Porsche-Händler in Hagen, mit der regulären Verkaufsinspektion sauber erledigt vor der Auslieferung, und ansonsten ein unbeschriebenes Blatt. Kein Verschleiß, keine Geschichten, kein Vorbesitzer, der drei Hunde und eine Anhängerkupplung hineingepresst hat. Was Sie hier bekommen, ist ein 911, der kaum mehr gesehen hat als den Transportwagen und unseren Showroomboden.
Vier Sitzplätze, also theoretisch ein Familienauto. In der Praxis sind jene Rücksitze vor allem für Ihren Mantel, Ihre Wochenendtasche und die Vorstellung gedacht, dass Sie durchaus verantwortungsvoll sind. Aber seien wir ehrlich: Einen Targa kauft man nicht, um vernünftig zu sein. Man kauft ihn, weil man an einem Samstagmorgen das Dach öffnen, Richtung Küste bei Zandvoort aufbrechen und unterwegs spüren will, dass ein Auto auch ganz einfach ein Vergnügen sein darf.
Was ich an dieser konkreten Ausführung so schätze, ist ihre Zurückhaltung. Keine fluoreszierenden Akzente, kein Zirkus. Ein grüner 911 Targa mit jenem Stahlbügel ist der Wagen, den Sie in dreißig Jahren noch immer mit Freude aus der Garage fahren, während die schrillen Konfigurationen dann längst überholt wirken. Das ist der Geschmack von jemandem, der weiß, dass ein 911 kein Statement sein muss. Der 911 ist das Statement.
Grün, verschlossen im Charakter, offen im Dach. Das ist der 911, den Sie kaufen, wenn Sie schon alles gesehen haben.
Besondere Merkmale
- Modelljahr 2026, fabrikneu ausgeliefert am 16.03.2026
- Aventurine Green Metallic, eine der schönsten zurückhaltenden Porsche-Farben
- Ikonisches elektrisch bedienbares Targa-Dach mit Edelstahlbügel
- 3.0 Biturbo-Sechszylinder-Boxer, 480 PS
- PDK-Automatik und Allradantrieb (4S)
- Vier Sitzplätze, Lederausstattung
- Ausgeliefert und verkaufsinspiziert vom Porsche Zentrum Hagen
- Unbeschrieben, nahezu ungenutzter Zustand
- MwSt.-ausweisbar
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