Das ist der Klang, für den sich die Leute Jahreskarten kaufen. Und wenn man bedenkt, dass man diese Symphonie mit der Handschalter-G6400-Schaltung ganz einfach selbst dirigieren kann. Keine Schaltwippen, keine Doppelkupplung, die glaubt, es besser zu wissen als man selbst. Nur man selbst, der linke Fuß und ein Schalthebel.
Na gut, zurück zu dem hier vorgestellten Auto. Der hier angebotene 964 stammt aus dem Jahr 1993, ist in Indischrot lackiert – und genau das ist die Farbe, in der ein 911 aus dieser Zeit hingehört. Nicht schon wieder ein schwarzer oder silberner, wie man ihn bei jedem Porsche-Treffen dreimal sieht, sondern ein tiefes, leuchtendes Rot, das die runden Formen des 964 genau richtig zur Geltung bringt.
Im Innenraum erwarten dich Leder, vier Sitze (von denen die beiden hinteren, wie immer bei einem 911, besonders gut für Einkaufstüten oder Kinder geeignet sind, die du nicht besonders magst) und dieses wunderbar direkte Fahrgefühl eines Autos aus einer Zeit, als „Connectivity“ noch die Verbindung zwischen deinen Händen und der Straße herstellte.
Und dann die Geschichte, denn die ist wunderschön. Dieser 964 wurde im Juli 1993 von Porsche Italia in Padua in Italien ausgeliefert und verbrachte den größten Teil seines Lebens dort. Das Wartungsheft liest sich wie ein Tagebuch: erste Inspektion im Juni 1993 bei Porsche Italia, jährliche Inspektionen ordentlich abgestempelt, originale Porsche-Bremsflüssigkeit, bis hin zur Zustandsprüfung für die Langzeitgarantie.
Irgendwann um das Jahr 2013 herum überquerte das Auto die Alpen nach Deutschland, wo es immer wieder beim TÜV Rheinland und bei DEKRA durch die Prüfung rollte und sich spezialisierte Porsche-Werkstätten wie GT Classic Sportwagen in Essen um es kümmerten. Ein Auto mit einer lückenlosen Papierspur, von der viele 964 nur träumen können.
Was diesen 964 so attraktiv macht, ist diese Kombination aus Ehrlichkeit und Reife. Dies ist keine „Trailer Queen“, die nur bei trockenem Wetter die Garage verlassen darf. Dies ist ein 911, wie Porsche ihn gedacht hat: ein Auto, das man an einem frischen Sonntagmorgen nimmt, mit dem man die Küstenstraße entlang von Katwijk entlangschlendert oder weiter in die Eifel fährt, und das man am Ende des Tages nur ungern wieder einparkt.
Der 964 ist nicht der schnellste, nicht der seltenste und nicht der teuerste 911, den es gibt. Aber er ist vielleicht der rundeste klassische 911, den man es wagt, jeden Tag zu fahren. Und genau darum, lieber Liebhaber, geht es doch.
Zugegeben, nach heutigen Maßstäben sind 250 Pferdestärken keine Zahl, mit der man ein Sportwagenforum zum Schweigen bringt. Aber jeder, der schon einmal einen luftgekühlten 911 mit eigenen Händen durch eine Kurve gejagt hat, weiß, dass es gar nicht um die Pferdestärken geht. Es geht um das Gefühl, die Unmittelbarkeit, den Klang und diese unersetzliche Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Der 964 bietet dir all das und sorgt zusätzlich für ein Grinsen, das den Rest deiner Woche erhellt.
Dieser rote ist startklar. Die einzige Frage ist: Wer steigt jetzt ein und macht sich auf den Weg?
Der letzte Klassiker mit Innenverkleidung, den man noch zu fahren wagt – in der schönsten Farbe, die es dafür gibt.
Besondere Merkmale:
- Baujahr 1993, eines der letzten Modelle vor dem Erscheinen des 993.
- Wunderschöne Originalfarbe „Indischrot“ (Lackcode L80K)
- 3,6-Liter-luftgekühlter Boxermotor, 250 PS
- Handschalter G6400
- Lederausstattung, Innenausstattungscode LT
- Neu ausgeliefert von Porsche Italia in Padua, Juli 1993
- Umfangreiches Wartungsheft mit Stempeln ab der ersten Inspektion
- Später von Porsche-Spezialisten in Deutschland gewartet (z. B. GT Classic Sports Car, Essen)
- Lückenlose TÜV- und DEKRA-Historie
- Marge-Fahrzeug
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