Nicht ganz so sanft
Was uns perfekt zu diesem Hot Rod 911 bringt, der wirklich genau unser Ding ist: ein Fahrzeug, das ausschließlich für schnelles Fahren auf der Straße gebaut wurde, mit Schwerpunkt auf Einfachheit und einem absolut zuverlässigen Antriebsstrang.
Sein Porsche-Echtheitszertifikat besagt: bescheidene US-Spezifikation, Bahama Yellow, 911 E von 1968. Er rollte am 10. Oktober vom Band und wurde am 12. Dezember desselben Jahres über Porsche Cars Pacific Inc. in Burlingame, Kalifornien, zugelassen.
Heute ist er jedoch alles andere als bescheiden oder serienmäßig. Die Grundlage dieses Umbaus bildet eine vollständige Karosserierestaurierung mit Rechtslenkung und Neulackierung auf Blanke Metallbasis aus der Mitte der 90er Jahre, die für den langjährigen Porsche-Fan Peter Andrews durchgeführt wurde und sich bis heute sehr gut hält.
Obwohl das Fahrzeug ursprünglich mit einem 2,0-Liter-Motor ausgestattet war, wurde dieser vor einiger Zeit für einen Kunden ausgetauscht, der einen zuverlässigen Oldtimer für Reisen durch Europa suchte. Man entschied sich, diesen durch einen Motor aus einem späteren 3.0SC zu ersetzen, der mit PMO-Motoren läuft und an ein überholtes Getriebe vom Typ 915 mit Sperrdifferenzial und verstärkten Innenteilen gekoppelt ist. Das Konzept funktionierte gut, sodass 2016 ein kompletter Umbau erfolgte, um das Fahrzeug wieder in seinen früheren Glanz zu versetzen.
Auch die Federung wurde verbessert: vorne und hinten kommen Bilstein-Stoßdämpfer zum Einsatz, dazu verstärkte Torsionsstäbe, Stabilisatoren, Turbo-Spurstangen und eine Turbo-Lenkstange sowie eine Weltmeister-Turmstrebe. Auch hinten sind Bilstein-Stoßdämpfer verbaut, zusammen mit neueren Aluminium-Querlenkern mit größeren Lagern sowie einem RS-Stabilisator, verstärkten Torsionsstäben und einstellbaren Federplatten. Die Bremsanlage besteht aus SC-Bremssätteln vorne und hinten, geflochtenen Bremsschläuchen sowie modifizierten Pedalkastenbuchsen.
Die originalen 15 x 6-Zoll-Fuchs-Felgen bleiben vorne, während hinten 7-Zoll-Fuchs-Felgen schön in die schmalen Radkästen passen. Alle vier sind original werkseitig eloxiert und detailliert und laufen derzeit auf 15-Zoll-Bridgestone-Turenza-Reifen.
Der Innenraum ist durch und durch auf Leichtbau ausgelegt, dennoch voll ausgestattet und mit Teppichboden ausgelegt, um den Fahrkomfort zu gewährleisten. Die kürzlich eingebauten Ledersitze mit Tartan-Einsätzen sehen schick aus und bieten hervorragenden Halt und Komfort. Ein Momo Prototipo-Lenkrad ist wie immer ein taktiles Vergnügen.
Während die US-Geschichte spärlich ist, ist die britische Geschichte reichhaltig, mit umfassenden Arbeiten und Rechnungen von Jaz, Transend und hier bei Paul Stephens. Es gibt auch einige Angaben früherer Besitzer, die von vergangenen Rennstreckenabenteuern und Fahrertagen mit Helden wie Stirling Moss, Derek Bell, Dickie Attwood und Vic Elford berichten, mit Autogrammen im Fahrhandbuch als Beweis!
Und wo wir gerade von der Besitzerhistorie sprechen: Wir können uns den Wünschen eines früheren Besitzers in den Unterlagen nur anschließen, die wie folgt lauten: „Es wird nur an einen engagierten Porsche-911-Fahrer verkauft, der Wert auf die Fahrdynamik des Wagens legt, und nicht an ein Museum.“ Ja, genau so ist es!
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