Entwickelt als Homologationsmodell für die FIA GT3-Klasse, war der 996 GT3 von Anfang an kein Kompromiss. Chefentwickler Roland Kussmaul und Testfahrer Walter Röhrl arbeiteten gemeinsam daran, einen Rennwagen mit Straßenzulassung zu schaffen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Röhrl stellte mit dem Fahrzeug einen Nürburgring-Nordschleife-Rekord von 7 Minuten 56 Sekunden auf – als Erstes Straßenfahrzeug überhaupt unter der Acht-Minuten-Marke. Der 996 GT3 erreicht
eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h (Vmax: 302 km/h).
Die Weltpremiere der Genfer Salons ist der GT3, ein Clubsport – lackiert in Arktissilber, mit dem Kennzeichen S-WR 996. Walter Röhrl nutzte diesen Wagen anschliessend mehr als 20 Jahre als persönlicher Dienstwagen.
Bei diesen Angaben handelt es sich um folgende Spezifikationen, der Porsche gehört zur
Clubsport-Variante.
Der Mezger-Motor: Rennmotoren-DNA im Strassenfahrzeug
Das technische Herzstück des 996 GT3 ist sein Motor ‒ und dieser ist keine
gewöhnliche Konstruktion. Der 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxermotor trägt den
Namen seines Schöpfers: Hans Mezger, dem Chefingenieur, der bei Porsche unter
anderem den legendären 917-Motor und den 956⁄962-Rennmotor entwickelte.
Der Mezger-Motor des 996 GT3 ist direkt vom 911 GT1 abgeleitet ‒ jenem Fahrzeug,
das 1998 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Diese Motorsport-Herkunft ist keine
Marketingaussage, sondern technische Realität:
Merkmal Spezifikation:
Hubraum 3.600 cm3
Leistung 360 PS (265 kW) bei 7.200 U/min
Maximale Drehzahl 7.800 U/min
Drehmoment 370 Nm bei 5.000 U/min
Schmierung Echte Trockensumpfschmierung (Dry Sump)
Pleuel Titanpleuel (Rennmotoren-Standard)
Ventilsteuerung VarioCam
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe (aus dem 993 GT2)
Antrieb Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit 302 km/h
Kritischer Unterschied zum Standard-996:
Der normale 996 Carrera verwendet einen völlig anderen Motor ‒ den M96 ‒, der für das berüchtigte IMS-Lager-Problem bekannt ist.
Der Mezger-Motor des GT3 ist davon vollständig ausgenommen. Er gilt in
der Porsche-Gemeinschaft als einer der zuverlässigsten und langlebigsten
Hochleistungsmotoren, die je in einem Strassenfahrzeug verbaut wurden.
Die Clubsport-Spezifikation (M003):
Mehr als ein Paket! Die Clubsport-Variante des 996 GT3 ist kein simples Ausstattungspaket,
sondern eine fundamental andere Fahrzeugkonfiguration.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Montage: Während der Standard-GT3 in Zuffenhausen vom Band lief, wurde der Clubsport ausschliesslich in der Porsche Motorsport-Fabrik in Weissach montiert ‒
dem Entwicklungs- und Rennsportzentrum von Porsche.
Der 996 GT3 Clubsport ist damit der einzige wassergekühlte Serien-911, der in Weissach gebaut wurde.
Das Kürzel M003 bezeichnet das werkseitige Clubsport-Paket:
Merkmal Standard GT3 Clubsport (M003) Überrollkäfig fest verschraubt an Federbeindom (nicht am Boden)
Sitze Sportschalensitze Nomex-Schalensitze (feuerhemmend, Rennstandard)
Schwungrad Zweimassenschwungrad Einmassenschwungrad (direkteres Ansprechen)
Kofferraumhaube Stahl Carbon
Motordeckel Stahl Carbon
Notausschalter vorhanden (Mitteltunnel)
Sicherheitsgurte 3-Punkt 6-Punkt Schroth Racing Harness
Feuerlöscher vorhanden (ab Werk)
Seitenairbags Vorhanden Entfernt (Gewichtsreduktion)
Montageort Zuffenhausen Weissach (Porsche Motorsport)
Technische Besonderheit des Käfigs: Der Überrollkäfig des M003 ist nicht am
Fahrzeugboden, sondern direkt an den Federbeindomkuppeln verschraubt. Dies
erhöht die Torsionssteifigkeit der Karosserie signifikant und verbessert das Handling ‒
eine Konstruktion, die direkt aus dem Rennsport stammt und bei keiner anderen
Strassenvariante des 996 zu finden ist.
Das Einmassenschwungrad erzeugt das charakteristische Rasseln im Leerlauf, das
Clubsport-Kenner sofort identifizieren. Es sorgt für ein direkteres, unmittelbareres
Ansprechen des Motors beim Beschleunigen ‒ ein Merkmal, das den Fahrer noch enger
mit dem Fahrzeug verbindet.
Produktionszahlen und absolute Seltenheit
Die Seltenheit des 996 GT3 Clubsport ist keine Marketingaussage, sondern durch
Produktionszahlen belegbar:
Porsche 996 GT3 Mk1 gesamt ca. 1.838‒1.900 Exemplare (alle Märkte)
Davon Clubsport-Variante (M003) ca. 370‒500 Exemplare (ca. 20 %)
Davon in Orangerot Pericolor Äusserst selten (keine offizielle Zahl veröffentlicht)
Mit einer Gesamtproduktion von weniger als 500 Clubsport-Exemplaren weltweit ‒
verteilt auf alle Märkte und Modelljahre ‒ ist jedes einzelne Fahrzeug ein seltenes
Objekt. Der 996 GT3 Mk1 ist damit die seltenste GT3-Generation in der gesamten
Porsche-Geschichte. Zum Vergleich: Der 997 GT3 wurde in weit grösseren Stückzahlen
produziert; der 992 GT3 wird heute in Massen gefertigt.
Das vorliegende Fahrzeug ist in der Sonderfarbe Orangerot Pericolor lackiert ‒ einer
Metallic-Farbe, die für den 996 GT3 Clubsport ausserordentlich ungewöhnlich ist. Auf
dem Rennlist-Forum, der weltweit grössten Porsche-Enthusiasten-Gemeinschaft,
wurde explizit bestätigt, dass Fahrzeuge in dieser Farbgebung praktisch nicht auf dem
Markt erscheinen. Die Farbe verleiht dem Fahrzeug eine Präsenz und Einzigartigkeit,
die weit über das ohnehin seltene Clubsport-Paket hinausgeht.
Das vorliegende Fahrzeug: Zustand und Historie
Das hier angebotene Fahrzeug vereint alle wertbestimmenden Faktoren in einer
Konfiguration, die auf dem aktuellen Markt kaum zu finden ist-
Herkunft Schweizer Fahrzeug (kein Import).
Ersthand seit 23 Jahren: Dieses Fahrzeug wurde am 09.04.2001 erstmals zugelassen
und befand sich seitdem ununterbrochen in einer Hand. In einer Welt, in der
Fahrzeuge dieser Klasse häufig mehrfach den Besitzer wechseln, ist eine solche
Eigentümerhistorie ein aussergewöhnliches Qualitätsmerkmal. Sie garantiert
Transparenz über die gesamte Nutzungsgeschichte und schliesst unbekannte
Vorbesitzer-Risiken vollständig aus.
Frische MFK: Die Kfz-Kontrolle ist ab April 2025 vorgesehen, sie soll
gebührenfrei sein und ist für den Betrieb der Fahrzeuge erforderlich. Für den
Käufer bedeutet die sofortige Fahrbereitschaft ohne versteckte Folgekosten.
Lückenlose Servicehistorie: Die vollständige Wartungsdokumentation seit
Erstzulassung ist vorhanden. Für ein Fahrzeug dieser Klasse und dieses Alters ist dies
ein entscheidender Wertfaktor, der die Authentizität und den Pflegezustand belegt.
Kompressionsprüfung März 2026 – Porsche Zentrum Zug: Als objektiver Nachweis
des hervorragenden Motorzustands wurde im März 2026 eine Kompressionsprüfung
durch das Porsche Zentrum Zug durchgeführt. Die Messwerte belegen die
ausgezeichnete Verfassung des Mezger-Motors nach 58.600 km:
Zylinder Gemessene Kompression Werkswert (Neufahrzeug) Abweichung
Zylinder 1 13,9 Bar 14,0 Bar −0,1 Bar
Zylinder 2 13,9 Bar 14,0 Bar −0,1 Bar
Zylinder 3 13,9 Bar 14,0 Bar −0,1 Bar
Zylinder 4 13,7 Bar 14,0 Bar −0,3 Bar
Zylinder 5 13,7 Bar 14,0 Bar −0,3 Bar
Zylinder 6 13,7 Bar 14,0 Bar −0,3 Bar
Die Messwerte liegen zwischen 13,7 und 13,9 Bar bei einem Werkswert von 14,0 Bar im
Neuzustand ‒ eine Abweichung von maximal 0,3 Bar bzw. 2,1 %. Dies entspricht einem
für das Fahrzeugalter und die Laufleistung außergewöhnlich guten Motorzustand
und bestätigt die schonende Nutzung und gewissenhafte Pflege des Fahrzeugs über
seine gesamte Lebensdauer. Die gleichmässige Verteilung der Werte über alle sechs
Zylinder schliesst lokale Verschleisserscheinungen aus.