Das ursprünglich als deutscher Carrera ausgelieferte Coupé wurde ab 2012 bei c.a. 140.000 km in den technischen Stand eines 993 RS versetzt:
Das Herzstück des Umbaus bildet der vollständig neu aufgebaute 3,8-Liter-RS M64/20 Motor mit einer Laufleistung von gerade einmal rund 10.000 Kilometern.
Für die Kraftübertragung wurde ein Sechsganggetriebe mit der Übersetzung des 993 RS, einer präziseren RS-Gangschaltung und strafferen Getriebelagern verbaut. Das ursprünglich vorhandene mechanische Sperrdifferenzial (M220) wurde durch ein wartungsarmes Quaife-ATB-Sperrdifferenzial ersetzt.
Beim Fahrwerk setzte Herr Rugen auf ein Bilstein-B16-PSS10-Gewindefahrwerk mit einstellbarer Dämpfung. Hinzu kamen Turbo-Radträger, erneuerte Querlenker und Radlager sowie eine Domstrebe nach RS-Spezifikation.
Ergänzend erhielt das Fahrzeug einen zusätzlichen Ölkühler auf der linken Fahrzeugseite (Werksumrüstsatz).
Die Bremsanlage wurde als vollständiges System aus dem 993 Turbo übernommen. Neben Bremssätteln und 322-mm-Bremsscheiben wurden hierfür auch die entsprechenden Turbo-Radträger verbaut. Zur verbesserten Bremsenkühlung erhielt der Porsche eine Carrera-S-Frontschürze mit zusätzlichen Kühlluftöffnungen. Die originale Frontschürze ist erhalten und gehört zum Fahrzeug.
Auch der Innenraum wurde behutsam an das technische Fahrzeugkonzept angepasst. Die ursprünglichen Sitze wurden durch originale Sitze des 993 Turbo ersetzt und mit Alcantara bezogen.
Gleichzeitig behielt der Carrera seine komfortorientierte Werksausstattung. Dazu gehören unter anderem eine Klimaanlage, ein elektrisches Schiebedach, ein Bordcomputer, Sitzheizung und eine teilelektrische Sitzverstellung.
Der über ein RUF-Steuergerät angesteuerte Heckspoiler fährt erst bei etwa 140 km/h aus.
Historie
Der Porsche wurde am 13. Juni 1994 erstmals in Deutschland zugelassen. Sämtliche Halterwechsel lassen sich anhand der vollständig vorhandenen Fahrzeugbriefe nachvollziehen.
Im April 2007 erwarb Herr Rugen den Carrera bei einer Laufleistung von 110.501 Kilometern.
Zunächst nutzte er den Elfer weitgehend im ursprünglichen Zustand. Ab 2012 begann bei rund 140.000 km der Umbau.
Herr Rugen behielt das Fahrzeug insgesamt mehr als 14 Jahre und bestätigte dem heutigen Eigentümer den Umfang der durchgeführten Arbeiten schriftlich.
Im September 2021 wechselte der Porsche bei 145.850 Kilometern in den Besitz seines heutigen Eigentümers. Seitdem wurde das Fahrzeug regelmäßig gewartet und nur knapp 4.000 Kilometer bewegt. Der aktuelle Kilometerstand beträgt rund 149.900 Kilometer.
Unser Exposé umfasst unter anderem Rechnungen, Wartungsnachweise, DEKRA-Abnahmen, Haupt- und Abgasuntersuchungen, die Fahrzeugbriefe sowie das Bestätigungsschreiben von Herrn Rugen.
Ausstattung des Basisfahrzeugs gemäß Fahrzeugdatenträger
(ggf. Abweichungen durch den RS Umbau)
M030 – Sportfahrwerk
M139 – Sitzheizung links
M220 – Mechanisches Sperrdifferenzial
M224 – Automatisches Bremsdifferenzial
M233 – Wechsel des Reifenherstellers im Produktionsablauf
M340 – Sitzheizung rechts
M398 – 17-Zoll-Räder im Cup-Design
M425 – Heckscheibenwischer
M437 – Elektrisch verstellbarer Komfortsitz links
M438 – Elektrisch verstellbarer Komfortsitz rechts
M567 – Frontscheibe mit Grünkeil
M573 – Klimaanlage
M650 – Elektrisches Schiebedach
M659 – Bordcomputer
M693 – CD-Radio Blaupunkt London RDM 42
Das Fahrzeug präsentiert sich in seiner Werksfarbe Indischrot (L80K UN)
Der originale Fahrzeugdatenträger befindet sich weiterhin unter der Motorhaube. Auch das originale Lackschild am inneren linken Kotflügel ist erhalten.
Schlussanmerkungen
Bei diesem Porsche handelt es sich ausdrücklich nicht um einen werksseitig produzierten 993 Carrera RS. Seine Besonderheit liegt vielmehr in der konsequenten Übertragung wesentlicher RS-Funktionen auf einen frühen, schmalen Carrera.
Der Umbau wurde von einem ausgewiesenen Porsche-Motorenbauer für das eigene Fahrzeug ausgeführt und über viele Jahre erprobt. Die technische Konfiguration, die vollständigen DEKRA-Eintragungen und eine frische H-Abnahme sprechen für die Qualität der geleisteten Arbeit.
Das ausführliche Exposé mit Rechnungen, Gutachten, Fahrzeughistorie, Lackmessung und weiteren Belegen kann jederzeit angefragt werden.
Das Fahrzeug wird im Kundenauftrag verkauft und kann bei ernsthaftem Interesse nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt werden.
Alle Angaben und Erklärungen erfolgen vorbehaltlich Rechtschreibfehlern, Fehlangaben und Irrtümern.