420 PS aus einem 3,6 Liter Sechszylinder-Boxer, zu einer Zeit, als die meisten Supersportwagen noch nicht einmal in die Nähe kamen. Allradantrieb, der die Kraft sauber auf alle vier Räder legt, damit man ihn auch im Regen auf der A81 Richtung Hockenheim nicht gleich rückwärts in die Leitplanke parkt. Und das Schönste: dieses Exemplar ist handgeschaltet. Sechs Gänge, selbst rühren, keine Schaltwippen, keine Elektronik, die für einen entscheidet, wann man genießen darf. Das wird mit jedem Jahr seltener, und wer es weiß, zahlt inzwischen bereitwillig dafür.
Gut, zurück zum Auto, das hier bei uns in Katwijk wartet. Ein 996 Turbo aus 2002, in Basaltschwarz Metallic, mit schwarzem Lederinterieur. Schwarz auf Schwarz, keine Mätzchen, genau so, wie ein Turbo sein soll: unauffällig schnell. Die Art von Auto, mit der man unbemerkt an der Ampel neben einem braungebrannten Möchtegern im Cayenne steht, und der Besitzer erst begreift, was passiert ist, wenn er dein Kennzeichen gerade noch verschwinden sieht.
Was diesen speziellen Turbo besonders macht, ist das Papierwerk. Ein Schweizer Auto, im Februar 2002 von der City Garage in St. Gallen ausgeliefert und danach ordentlich vom Porsche Zentrum Basel und später von diversen Schweizer und französischen Spezialisten betreut. Ich habe das komplette Scheckheft vor mir liegen und es liest sich wie ein akkurat geführtes Tagebuch: jährliche Wartungen, Bremsflüssigkeit jedes Mal gewechselt, Zustandsberichte für die Langzeitgarantie ordentlich ausgefüllt bis einschließlich acht Jahre.
Ein Auto, das sein ganzes Leben lang ernst genommen wurde.
2021 bekam er bei einem Spezialisten eine gründliche Serviceleistung von der Sorte, über die sich diese Motoren freuen: Zündkerzen und Zündspulen ersetzt, Motoröl, Getriebeöl und Differenzialöl gewechselt, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit, neue Bremsscheiben und Bremsbeläge rundum, neue Kühler vorn und der Ölstandsensor ersetzt. Genau die Dinge, die ein 996 Turbo im gesetzten Alter braucht, um noch Jahrzehnte durchzuhalten. Kein aufgeschobener Service, kein ‘das machen wir später’.
Und dann der Punkt, um den es wirklich geht. Das ist der 996 Turbo in dem Moment, in dem der Markt endlich verstanden hat, was er immer schon war: der letzte bezahlbare Mezger-Turbo, handgeschaltet, in der zurückhaltendsten Farbkombination, die man sich ausdenken kann. Der 993 Turbo ist inzwischen unbezahlbar, der 997 Turbo mit Handschaltung wird auch schon knapp, und dieser liegt genau in der Lücke dazwischen. Das Auto, das man noch kaufen kann, bevor alle aufwachen.
In meiner Squadra Italia-Zeit auf Zandvoort habe ich genug Leute in der Tarzan-Kurve leiden sehen, um zu wissen, was Allradantrieb und 420 PS für dein Selbstvertrauen tun. Dieser hier kann das alles und fährt danach einfach gemütlich mit eingeschalteter Klimaanlage nach Hause.
Wer den Mut hat, Schwarz auf Schwarz mit Schaltknüppel durchs Leben zu gehen, weiß, wo er ihn findet.
Besondere Merkmale
- 996 Turbo mit dem legendären Mezger-Motor (keine Sorgen mit dem Zwischenwellenlager)
- 420 PS aus 3,6 Liter Twinturbo-Boxer
- Handgeschaltetes Sechsganggetriebe, zunehmend selten und begehrt
- Basaltschwarz Metallic mit schwarzem Lederinterieur
- Allradantrieb für den Einsatz in allen Jahreszeiten
- Schweizer Auslieferung, komplettes und dokumentiertes Scheckheft
- Gewartet vom Porsche Zentrum Basel und Schweizer/französischen Spezialisten
- Umfangreicher Service 2021 (Zündkerzen, Zündspulen, Bremsen rundum, Kühler, Flüssigkeiten)
- Lackdickenmessung vorhanden und transparent verfügbar
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